Episode: Mit Agenten zu bauen macht einfach gnadenlos Spaß! - Thomas Dohmke
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Das Transkript der Episode
Wir sitzen auf einer exponentiellen Wachstumskurve. Es macht einfach nur Spaß mit Agenten Sachen zu bauen. Der Agent, der kuckt halt einfach durch den Code durch und findet gnadenlos alles, was ihm nicht gefällt. Der Computer hat nicht so diese Gefühle. Und seitdem haben wir Agenten, die nicht nur deutlich mehr Code schreiben, sondern die machen auch keinen Feierabend. Schwierige Frage, als man nicht nur einen Agenten am Laufen hat, für sich arbeiten hat, sondern Tausende sitzen.
We have to slow the fuck down. Das verändert sich durch Agenten nicht. Es fühlt sich zwar erstmal so an und GitHub ist aus aus meiner Sicht aus zwei Gründen erfolgreich gewesen. Souveränität als etwas wahrnimmt, dass wir müssen alles selber machen, dann wird es nur zum Fehlschlag führen. Wer mehr Token verbraucht oder vielleicht auch verbrennt. Wir haben noch nie jede Zeile von Code angeguckt und wenn, dann aber höchstens so getan als ob Erinnern vorm iPhone.
Wir brauchen viel mehr Deregulierung, wenn man der Meinung sind, dass man im Welt in der Weltwirtschaft konkurrieren wollen. Wir müssen einfach den Kindern in der Schule Programmieren beibringen, sogar.
Was war dein persönlicher Holy Shit Moment bei AI
Hallo und herzlich willkommen zu Beyond Code, dem Interview Podcast mit den Machern und Experten aus der Tech-Szene. Mein Name ist Felix Becker. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute ist für mich eine ganz besondere Folge. Und zwar habe ich zwei Premieren. Ich habe einen ersten Live Podcast heute, wo wir einen Gast direkt vor Ort haben und ein kleines Publikum hier bei uns, die zuhören werden.
Also absolut coole Sache, freue mich sehr. Und das dritte ist, wir sind in der coolen Location. Wir sind mitten in Frankfurt im Silberturm in der 29. Etage mit einem Blick auf die Skyline von Frankfurt. Also alles super. Wenn ihr das auf den Kopfhörer hört, schaut doch unbedingt auf YouTube rein. Da werdet ihr dann auch das Video dazu sehen.
Und natürlich habe ich auch einen super Gast dabei. Deutsche Zeitschrift hatte ihn als den berühmtesten Deutschen im Silicon Valley genannt. Er ist Seriengründer, hat aber auch Big Tech Corporation Erfahrung, hat HockeyApp gegründet. Die wurde dann von Microsoft gekauft, war dann eine ganze Zeit lang bei Microsoft, ist dann sieben Jahre bei GitHub gewesen, zum Schluss in der Rolle als CEO und mittlerweile ist er im Aufsichtsrat der Telekom und hauptberuflich CEO und Mitgründer von Entire.
Und wieder zurück in der Startup Welt. Thomas Dohmke. Herzlich willkommen zu Beyond Code. Schön, dass du dir Zeit genommen hast.
Hallo, Schön hier zu sein.
Sehr schön.
Um das deutsche Zeitschriften so schreiben.
Ja, genau. Ich hatte sogar irgendwo gesehen, dass du der mächtigste Mensch im Silicon Valley bist als du.
Gar nicht. Insofern ist es ja manchmal lustig zu lesen.
Wir starten den Podcast immer mit einer Frage Wann hast du zuletzt Code geschrieben? Und was für ein Code war das war.
Heute Morgen habe ich meinem Agenten gesagt, Code zu schreiben. Bzw habe ich geguckt, was der Agent über Nacht so gemacht hat. Und das sind Teile von den Teilen. Ich arbeite gerade an verschiedenen Modulen für unser Kommandozeilen-Interface. Und ich sage mal, in den letzten drei Monaten war eigentlich immer so die Frage kann ich den Agenten abends genug Arbeit geben, dass er durch die Nacht kommt und ich schlafen kann?
Mindestens sechs Stunden durchgehend. Und dann morgens aufwache und nicht feststelle, dass der Agent nach drei Minuten aufgegeben hat und und und eine Frage an mich hatte. Und heute Morgen habe ich geguckt, was der Agent gemacht hat. Ich habe aber tatsächlich wenig Code angeguckt. So ein bisschen noch hier und da. Ich hatte ein paar Requests von unseren Kollegen in Indien, auf die.
Ich habe aber selber Code geschrieben. Kommt ganz selten vor und häufig ist es dann eher der Text auf der auf der Homepage, wo es schneller ist, den Text selber zu editieren, anstatt dem Agenten zu erklären, wie der Text auszusehen haben, auszusehen haben soll oder klingen soll.
Ja, sehr cool. Du identifizierst dich manchmal als Developer oder oft sagst Hey, ich bin Developer. Wie kriegst du das denn so balanciert mit deiner CEO Rolle? Da arbeitet man ja eigentlich am System. Hast du dafür jetzt komplett Agenten oder was? Was treibt dich immer wieder in den Tag, in diese Entwicklerrolle? Und wie weit kannst du sie ausleben?
Jetzt, jetzt oder Herbst 2026 würde ich sagen, ist das anders als noch vor zwei, drei Jahren bei GitHub. Egal ob als CEO oder CPO oder VP, auf irgendwas hat man eigentlich keine Zeit mehr, Code zu schreiben. Man verbringt den ganzen Tag in Besprechungen, Zoom Calls und Podcasts mit Mitarbeitern, hört sich Probleme an und löst Probleme. Und dann kommt man vielleicht noch zum Coden am Wochenende.
Aber häufig war da das Problem, wenn man mal 2021, 2022 zurückgeht, dass man mehr Zeit am Wochenende damit zugebracht hat, wieder ans Laufen zu kriegen oder irgendwelche Python Module zu aktualisieren. Oder warum? Warum geht Python drei auf meinem Mac nicht und er springt immer auf Hüte und zwei zurück? Man ist oft in der in den Details stecken geblieben und hat dann aufs Deck nachgeguckt, wie man runde Ecken für eine iPhone App macht und solche Geschichten.
Und irgendwann war es Sonntagabend und man hat eigentlich nichts zustande gekriegt, außer man hat sich gut gefühlt, weil man alle Ideen eine To-do-Liste gepackt hat und alles aufgesetzt hat. Und dann nächstes Wochenende komme ich dann endlich dazu, was zu schreiben. Und jetzt? Ich würde sagen, so seit November Dezember 2025 ist eigentlich so, dass man dem Agenten eine Aufgabe geben kann und dann baut er das.
Also ich habe neulich ein bisschen herumgespielt und gesagt, bauen wir mal eine iPhone Podcast App. Das wäre früher monatelanges Projekt gewesen, wo man sich wirklich jeder jeden Abend oder jedes Wochenende reinklamüsern muss und und gucken, wie mache ich das und wie downloade ich die Datei und wie spiele ich sie ab? Und wie stellt es sicher, dass mich morgen wiederkommen, die Datei oder der Podcast noch an der gleichen Stelle ist?
Das baut der Agent heute so One-Shot-mäßig alles mal zusammen. Aber wenn man sich dann anguckt, dann stellt man fest es kann aber nicht mit den Podcast Apps im App Store mithalten, die die beliebtesten sind und und gute Ratings haben. Also man muss dann schon noch das Handwerk da reinstecken, um das schick zu machen. Aber ich glaube viele Manager vom Engineering Manager, Teamleiter bis bis hoch zum CTO oder CEO haben festgestellt, dass sie heute in der Lage sind, hin und wieder einen Agenten so Arbeit so zu delegieren, wie sie es auch mit Mitarbeitern tun.
Und der Agent kann dann tatsächlich einem Entwickler ermöglichen, als CEO wieder Entwickler zu sein.
Ja, sehr cool. Es gibt ja viele Tech Leads, die dann jetzt plötzlich wieder anfangen, weil sie gesagt haben okay. Ich kann das dann einfach machen. Ich hoffe, du zu dem Podcast in deiner Podcast elf in der individuellen. Und es sind so die typischen Side-Quests, die wir alle auf der Festplatte haben New Project, New York, New York. Aber jetzt haben wir eine Möglichkeit, die auch abzuschließen.
Vor allen Dingen ist jetzt. Also ich meine, ich mache das jetzt seit über 30 Jahren. Ich habe den Anfang der 90er mit einem Commodore 64 angefangen. Vorher hatte ich ein bisschen mit Robotron-Computern aus der DDR herumgespielt, und da war es so man hat viele Sachen im Kopf gehabt und was könnte man alles Tolles bauen. Und nichts davon ist fertig geworden oder zu dem Zustand gekommen, wo ich tatsächlich das umgesetzt habe, was ich mir vorgestellt habe.
Es muss ja nicht immer darum gehen, dass ich das dann auch kommerziell vertreibe oder verkaufe oder zum Open Source mache. Mache ich mit meinen Scribbles im Notizbuch ja auch nicht übel. Ja, viel mit der Handschrift, wenn man so will, indem man Buch führt in der Selbstreflexion. In Wie organisiere ich meinen Tag? Das veröffentliche typischerweise auch nicht, außer man ist auf dem Podcast wird danach gefragt Wie bleibst du denn produktiv?
Und ich glaube, so müssen wir auch die Softwareentwicklung selber sehen. Heute kann ich all meine Ideen in kurzer Zeit in den Prototypen umsetzen. Aber deswegen wird nicht aus jedem der Prototypen auch ein Produkt.
Ja, auf jeden Fall. Wir haben ein anderes Format im Podcast. Und zwar frage ich immer meinen vorherigen Gast nach einer Frage, die ich mitnehmen kann, ohne dass er weiß, wer der jetzige Gast ist. Und kleine Vorwarnung Ich werde dich zum Schluss auch fragen. Der vorherige Gast, das war Bartosz Ocytko von Zalando Engineering und wir haben sehr eine Tiefe gesprochen, wie Zalando sich mit dem Thema aufstellt.
Und er hat mir die Frage mitgegeben Was? Und die ist wieder auch sehr engineering lastig. Ich bin gespannt, was du dazu sagst. Was ist deine beliebteste Datenstruktur, die du selbst implementiert hast?
Datenstruktur, die ich selbst implementiert habe. Ich wüsste ehrlich gesagt schon gar nicht, wann ich das letzte Mal über Datenstrukturen nachgedacht habe, aber es glaube, es geht, wenn ich, dass ich drüber nachdenke, zurück auf die Zeiten, wo wir, wo wir HockeyApp gebaut haben. HockeyApp für die Zuhörer, die es nicht kennen, war Anfang der 2010er Jahre ein Konkurrent zu TestFlight.
Damals hat es vielleicht noch nicht zu Apple gehört und war so die amerikanische Variante von Ich kann meine iPhone und später Android Applikation zum Beta Test rausschicken und ich kann Crash Reports, also Absturz, Berichte einsammeln und und Feedback holen. Und dann wenn die App in App Store geht, geht natürlich später Testing weg. Aber ich kann weiter quasi all die Reports einsammeln.
Das war ja gerade in der Anfangszeit vom App Store häufig so, dass man eine App aufgemacht hat und dann ist einfach abgestürzt und und dann konnte der Entwickler nicht einfach so feststellen, woran lag das jetzt, weil der ja auf das Gerät keinen Zugriff hatte. Und wir haben mit Hockey etwas Ähnliches gebaut. Und gerade im Crash Reporting war es halt so, dass man kriegt da eine Information, eine Datei, da stehen nur kryptische Zahlen drin, Adressen, Pointer, wenn man so will.
Und die haben wir dann damals umgesetzt in den, in den, in den Stack Trace zurück. Und das glaube ich, ist so das, was ich als Datenstruktur bezeichnen würde. Symbolication nannte sich das. Oder wenn es jetzt immer noch gebaut haben als eine der ersten Firmen in dem Bereich.
Sehr cool. Lass uns mal switchen zu Entire. Das heißt du bist jetzt wieder in der Startup Welt angekommen. Was ist Entire und oder wer seid ihr und was für ein Problem löst ihr?
Wir sind ein Team von mittlerweile über 40 Leuten. Wir haben zu dritt angefangen. Es ist ja im September, waren im November um die zehn. Jetzt sind wir ein bisschen über 40. Wir sind überall auf der Welt verteilt. Also wir haben mittlerweile in Neuseeland, Australien, Indien. Ich glaube, sechs oder sieben europäische Länder und in den USA. Aber ein Großteil ist nicht in den USA.
Weniger als 1/3 sind Amerikaner, und wir sind Nerds, die eine Plattform bauen wollen für Softwareentwickler Könnte man jetzt mit GitHub vergleichen. Ist sicherlich richtig aus Technologie, Technologie, Sicht. Aber man muss natürlich immer dazu sagen, wir fangen von Null an auf der grünen Wiese, wie man so schön sagt. Und GitHub ist eine riesige Plattform mit mit über 200 Millionen Accounts.
Und wir wollen uns überlegen, wie sieht Softwareentwicklung im Zeitalter der KI aus? In einem Prozess, wo ich morgens nicht mit meiner Idee anfange, meinem Studio oder JetBrains, sondern und und mir überlege, wie ich schreibe, wie ich Idee in Code umsetze, sondern wo ich mir überlege, Was gebe ich dem Agenten für prompt mit? Wie wäre ich die Arbeit des Agenten?
Wie stelle ich sicher, dass was das dann Produktion geht? Auch, dass ich dem entspricht, was der Entwickler in meinem Team Team eigentlich wollte. Also im Englischen wird man sagen, wir machen den den Outcome mit dem Intent und und wir denken, dass da sich der Prozess der Softwareentwicklungsprozess oder Software und Lifecycle fundamental ändern wird, weil nicht mehr optimieren, wie schnell der Mensch Software schreiben kann im sogenannten Inner Loop und verifizieren kann im Outer Loop, sondern was wir eigentlich optimieren ist, dass ich den Agenten die Arbeit so autonom wie möglich machen lassen kann, aber dann trotzdem am Ende noch am Ziel ankomme und nicht, wenn man sich selbst fahrenden Auto vergleicht statt am Frankfurter Flughafen in
Frankfurt-Hahn Weimar steht.
So ein Fall. Hatte ich mal jemand im Frankfurter Flughafen gesagt, bin ich hier bei Frankfurt?
Hahn. Nicht schlecht.
Eine Stunde noch. Ja, spannend. Also da wollen wir auf jeden Fall später noch mal Doppelklick drauf machen. Was mich interessiert ist, ihr habt ja zwei, zwei große größere Projekte, die ich zumindest in der Recherche mitgekriegt haben. Macht ihr verteiltes Git? Und für mich stellt sich die Frage jetzt entwickeln alle irgendwie irgendeine serverseitige Getlösung. Also SpaceX macht eine selbst Shopify.
Ihr macht jetzt eine. Und ist denn Git wirklich die Lösung für die Zukunft der Agenten? Und warum muss jetzt jeder selbst eine machen? Was ist denn da deine Sache dazu?
Ich hoffe nicht jeder macht eine selber, sondern er kauft unsere als eine von mittlerweile vielen Konkurrenten. Aber ich glaube, zum einen ist lange Zeit so gewesen, dass jeder den Status quo. Es gibt GitHub, GitLab, gab es noch Bitbucket. Das waren so die drei Spieler als als finalen Zustand angenommen hat und durch KI Agenten und vor allen Dingen die Masse an Code, die KI Agenten seit dem letzten Jahr schreiben und als Requests an diese Plattform übermitteln, hat sich die Konkurrenz ziemlich schnell weiterentwickelt und ich glaube, das ist gut.
Wir sind in der IT oder in der Tech-Szene viel zu oft in dem Zustand, dass es immer nur zwei Spieler gibt. Man hat so das Game zwischen iPhone und Android und Windows und Mac und auf dem PC und Linux und Windows in der Cloud. Und dann gibt es viele solche Beispiele und das ist eigentlich schlecht für die Welt.
Man stelle sich die Bundesliga mit nur zwei Vereinen vor oder Formel 1 mit nur zwei Teams. Und das haben wir in der Formel 1 oft gehabt, dass immer nur ein oder zwei Teams gewinnen konnten. Mittlerweile ist es glücklicherweise nicht mehr so und ich glaube, das gleiche sollte auch für Entwickler Plattformen gelten, dass wir wieder in eine Welt kommen, wo es wo es mehr Auswahl gibt.
Und insofern würde ich das eher begrüßen als zu sagen es gibt zu viele und jeder baut Git. Man muss, weil du fragst. Es die richtige Lösung. Da gibt es uns und viele andere, die der Meinung sind ja, Git ist nach wie vor die beste Lösung. Und dann gibt es ein paar andere, die auch glauben, man kann Version Control oder Versionsmanagement komplett revolutionieren und in eine andere Richtung überführen.
Ich glaube, das ist sehr riskant. Git hat über deutlich über 90 % Marktanteil, egal ob es hier in dem Hochhaus ist oder in vielen anderen Firmen in Frankfurt. In Deutschland ist der de facto Standard, wie Software versioniert wird. Und wenn man ein neues Produkt einführen will, wie wir es bei Entire tun, oder wie unsere Konkurrenten versuchen zu tun, dann dem Engineering Lead oder Engineering Systems Manager zu sagen Ihr müsst alles umziehen von euren aktuellen Repositories bei GitHub oder Azure DevOps oder wie auch immer, nicht nur auf eine neue Plattform mit neuen, mit neuem User Interface oder sondern auch in ein neues Versionskontrollsystem.
Das ist glaube ich eine harte Challenge, die es den Aufwand nicht wert ist, was Neues zu entwickeln. Auf der anderen Seite ist so viel Leben in einer Welt seit mehr als 20 Jahren, wo faktisch der Welt der ganze Sourcecode der Welt in den USA abgespeichert ist. Also GitHub hat deutlich mehr als 90 % Marktanteil, wenn es gerade um Cloud, Software, Open Source usw angeht.
Und all das liegt an einer zentralen Stelle in einem zentralen Land und hat sich die Welt politisch stark entwickelt und die Anforderungen in vielen Ländern sind viel mehr ausgelegt auf Souveränität. Auf der einen Seite hier in Europa und in Deutschland, aber auch zum Beispiel in Singapur. In Japan gibt es einfach von den Regierungen Anforderungen, dass man ich als Softwarefirma an die Regierung oder Organisation dieser Regierung könnt gehören verkaufen will, dann muss die Intellectual Property, sprich der Sourcecode in Regionen liegen und auf das also die Server Data Residency.
In Europa spricht man ja auch viel über GDPR. Mir fällt immer als deutsche Abkürzung dazu nicht ein. Es ist.
Auf jeden Fall Datenschutz.
Was mit Datenschutz und und und. Auf der anderen Seite haben wir Agenten, die nicht nur deutlich mehr Code schreiben, sondern die machen auch keinen Feierabend und die haben auch können auch am Wochenende laufen. Und du hast schon SpaceX erwähnt. SpaceX jetzt mit Board spricht sehr viel darüber, dass man nicht nur einen Agenten am Laufen hat, für sich arbeiten hat, sondern 1000 als einzelner Mitarbeiter.
Man stelle sich vor, die 10.000 Entwickler in einer Firma haben nun noch 1000 Entwickler pro Entwickler, 1000 Agenten pro Entwickler zur Verfügung. Wie einfach, dass der der, der das Volumen und die Frequenz, die diese Agenten an die an das Backend stellen, enorm enorm angestiegen ist. Und dann zu sagen okay, wir schicken alles an eine zentrale Instanz in den USA, ist einfach aus technischer Sicht nicht sinnvoll.
Haben schon lange viele Cloudregionen, egal ob es bei Microsoft Azure ist oder bei Amazon AWS oder oder bei Google. All die haben Regionen über überall auf der Welt. Und wir glauben bei Entire, dass unser Git Repository auch überall auf der Welt liegen kann, wenn ich will nur in Deutschland. Oder vielleicht will ich das mit meinem Team in Indien noch teilen, dann liegt es in Deutschland und in Indien und und.
Auf die Art und Weise können wir sowohl die geopolitischen Anforderungen erfüllen als auch die Anforderungen, die da Agenten haben.
Super spannend. Man hat ja, also GitHub ist ja auch zur Kollaboration genutzt worden. Das heißt, das ist so ein bisschen dieser Trade off, also wollen wir zusammen kollaborieren. Haben wir das an einem Platz oder wollen wir natürlich souverän und verteilt sein, wie ist euer Take? Da habt ihr ja auch den kollaborativen Ansatz oder geht es euch rein darum, den Sourcecode für die Agenten dezentral zur Verfügung zu stellen, dass er die Performance darauf kriegt?
Vielleicht wollen wir noch mal von vorne an. GitHub ist aus meiner Sicht aus zwei Gründen erfolgreich gewesen. Und dann habe ich auch immer als GitHub CEO gesagt Der eine war, dass man genau im richtigen Zeitpunkt auf Git gesetzt hat und auf die Cloud. Es gibt ja schon deutlich länger als GitHub gibt, wo das Stable. In 2005 GitHub kam es zum ersten Mal richtig raus, in 2008, Anfang 2009 und aber es gab zu dem Zeitpunkt keine einfache Art und Weise mal eben ein Git Repo zu erstellen.
Man konnte so machen. Wir hatten glaube ich Ruby meinen als ein so ein Red meinen irgendwie so hieß es als ein so ein Ding, was man auf dem Server speichern konnte, aber dann hat man immer direkt anfangen müssen. Okay, wo lege ich jetzt die Schlüssel ab und und wie verwalte ich das Repository? Wo kann ich online durch die durch die Dateien durchklicken?
Es gab Sourceforge. Ähm, das hatte zwar all diese Features, aber es war von einer von einem von der Benutzer Schnittstelle fühlte es sich. Als dann GitHub rauskam an, wie eine vergangene Generation von Software und GitHub hat eben tentwicklung und in der Stellung und Verwaltung von Repositories ganz einfach gemacht und die Leute hatten wirklich Spaß, es zu benutzen. Und auf der anderen Seite, wodurch GitHub so populär geworden ist, dass es ermöglicht hat, Entwicklern auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten.
Durch den durch das Repository und durch den Pull Request. Und wenn man sich heute überlegt, was anderes auf der Welt gibt es noch, wo Menschen, egal in welchem Land, mit welchem politischen, Bildungs-, religiösen Hintergrund, egal wo die arbeiten, wo die im Organigramm in der Firma sitzen. Oft weiß man ja nicht mal den Namen der Person oder weiß nicht, ob es der echte Name ist oder irgendein Pikachu Pokemon Name, den der Entwickler benutzt.
Und ein Bild was, was heute wahrscheinlich oft KI generiert ist. Man hat Millionen von Entwicklern auf der ganzen Welt, die miteinander zusammenarbeiten und ich glaube, das macht GitHub so einzigartig. Und dafür wurde GitHub geschrieben und da wird auch heute noch viel daran investiert. Man kann GitHub für viel kritisieren, aber nicht aus meiner Sicht. Das geht nicht in die in die Open Source Community sowohl dadurch investiert, dass man alles Kosten zur Verfügung stellt.
Man kriegt ja auch alle Actions kostenlos, also Compute-Minuten und Security Scanning all die Themen, sondern auch, dass man die Community weiter unterstützt durch Events, durch Sponsorings und all die Themen. Und wir glauben an diese Zukunft. Wir haben ja selber auch Open Source Projekte auf GitHub. Wir sind jeden Tag selber auf GitHub unterwegs. Was ich aber ändern wird, ist, dass wir nun nicht mehr 1 Million von Entwickler, Millionen von Entwicklern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten haben, sondern auch noch zehn oder 100 Millionen Agenten.
Und das sieht man auch heute schon. GitHub selber Charts veröffentlicht, wie wie groß der Traffic hochgegangen ist. Aber auch das wird noch deutlich deutlich schlimmer in Anführungsstrichen werden, weil mit jedem neuen Modell, mit jeder neuen Agenten Harness wird die Fähigkeit der Agenten noch mal besser und wir kommen schneller an den Punkt, als uns vielleicht lieb ist, dass der Agent einfach alle GitHub Issues in meinem Projekt durchgeht und für alles entweder ein Projekt erstellt oder sagt, Die Issue ist so nicht sinnvoll für das Projekt.
Und da muss man sich natürlich schon überlegen, wie als Manager oder als Teamleiter in meinem. In meinem Team gehe ich damit um. Und wie stelle ich dann sicher, dass die Software, die der Agent geschrieben hat, tatsächlich auch den wirtschaftlichen Zielen oder bei Open Source gemeinnützigen Zielen meines Projekts noch entspricht?
Ja, sehr cool. Wir hatten noch ein zweites Produkt oder einen zweiten Ansatz. Das sind die Checkpoints, was eben schon mal gesagt den Intent speichern zum Code. Wie wichtig ist für dich der Intent und löst der Intent den Source Code irgendwann ab? Wie ist denn da deine Einschätzung dazu?
Also aus unserer Sicht ist es sehr wichtig, sonst würden wir das nicht als Feature anbieten. Vielleicht kurz erklärt Wenn man heute mit einem Coding Agent, sagen wir mal Codex, Claude Code oder auch Pi arbeitet, dann hat man ja faktisch eine Konversation, die daraus besteht, was ich selber eingebe und die Antworten vom Modell und zwischendrin sogenannte Tool Calls, also alle die Tools, GrappLs usw Feind, die der der Agent auf meinem Computer ausgeführt hat und entsprechend die Ausgaben von diesen Tools.
Und das wird dann faktisch zusammengefasst in einem Session Log. Und das liegt auf meiner Festplatte rum oder auf meiner SSD. Und wenn ich eine zweite Session aufmache oder oder morgen weiter arbeite, dann kann der Agent, der auf meinem Computer läuft, wenn er dann der gleiche ist, also sprich Codex weiß, was Codex gestern gemacht hat, es sei denn, man löscht absichtlich diese Dateien weg.
Und ich glaube bei manchen Agenten ist so nach 30 Tagen oder so, wenn die automatisch gelöscht. Was mein Agent aber nicht hat, sind deine Session Logs oder die aus dem Publikum, die zwar auch am selben Projekt mit mir zusammen arbeiten und vielleicht auch die gleichen Prompts schreiben. Vielleicht arbeiten sie sogar am gleichen Feature? Oder haben sie die gleichen Frustrationsniveau oder niedriges Frustrationsniveau?
Also mir geht es oft auch so, ich weiß nicht, ob es bei euch auch so ist, dass ich dann ärgerlich werde auf den Agenten, weil man ist es so aus, der gerade mal lange in Firmen gearbeitet hat, gewohnt, dass wenn man so ein gewisses Vertrauen mit Mitarbeitern hat, dass ich nicht alles dreimal sagen muss. Und wenn ich alles dreimal sagen muss, dann weiß der mittlerweile schon, so Thomas.
Aber ärgerlich, dass das vierte Mal das sagt, was was er eigentlich vorher gesagt hat. Beim Agenten ist halt so as dem scheißegal, ob ich ärgerlich werde oder nicht. Oder wenn, dann ist er so süffisant, so passiv aggressiv noch und und ich so Ja, schön, dass du mir das jetzt mitteilst, aber das löst das Problem nicht. Sprich wir haben.
Wir hatten die Idee vor, vor knapp einem Jahr zu sagen okay, all diese Session Logs, die sollen zusammen mit dem Code im abgespeichert werden. Sprich mit Entire. Mit unserer CLI sammeln wir all diese Session Logs ein, während man mit dem Agenten arbeitet. Das funktioniert im Hintergrund. Durch seine Hooks, die der Agent aufruft, haben mittlerweile alle Agenten, also unterstützen solche Hooks.
Und wenn man dann Git Commit macht oder lässt den Agenten Git Commit machen, dann wird das Session Log als Objekt in Git abgespeichert. Also es liegt nicht in meinem Branch mit drin sein. Das liegt in der als Datenbank drin und wird im Commit referenziert über eine über eine Nummer. Und auf die Art und Weise hat nun jeder im Team Zugriff auf all die Informationen, die jeder andere im Team in seinem, in seinem Agenten schon geschrieben hat und kann dann dem Agenten sagen Guck doch mal eine Historie vom Projekt nach, warum dieses Feature entwickelt worden ist oder wer an dem Feature was was entwickelt hat und was geändert hat.
Und wenn ihr selber an Softwareprojekten gearbeitet habt, dann wisst ihr habt da vielleicht die Situation schon mal gehabt, dass man auf so eine Zeile Code starrt, die da schon seit drei Jahren so ist und sich überlegt, warum ist das genau so? Oder könnte ich nicht einfach das besser machen? Und da hat man es besser gemacht und es ist Freitag Nachmittag und ist auf die Server, die Leute und man will an See fahren und das Wochenende genießen und alles ist da.
Ja und einer ruft an, an und sagt Was hast du denn da gemacht? Und stellt sich raus Ja, der Datenbank Index, der war da schon aus einem guten Grund, den da vor drei Jahren schon mal einer ins Problem gelaufen ist Die sogenannte Institutional Knowledge, also das Wissen des Teams oder der Firma, das sich über die Jahre immer weiterentwickelt und letztendlich den Wettbewerbsvorteil, den Sachverstand immer so darstellt, der ist heute faktisch im Session Log mit dem Agenten abgebildet.
Und wenn man sich dann überlegt, dass man das über die nächsten Jahre immer konstant weiter sammelt. Diese Daten entwickelt sich so, dass das Wissen der Firma in einem zweiten Gedächtnis. Und das Schöne ist eben, dass da eine neue Mitarbeiter. Wir hatten das jetzt auch im Sommer neue Mitarbeiter dazugekommen sind und die wollten halt verstehen, warum bestimmte Dinge im System gebaut sind, wie sie gebaut sind.
Und früher wird man halt mal jemanden in den Meetingraum gezerrt und am Whiteboard versucht, das zu erklären. Und heute kann man erst mal den Agenten fragen und sagen wir mal, warum das so gebaut ist und was da an Ideen dahinter steckt.
Ja, das spannend die. Oft ist es so, wenn du die Dokumentation generieren lässt, dann schreibt der Agent das, was er sieht. Er dokumentiert quasi den den Code und erklärt dir das ist der Code. Aber er erklärt nicht das Warum, also diese Ableitung? Warum kommt ja durch den Intent. Was ich mich jetzt frage ist, wenn ein ganzes Team über viele Jahre an einem Projekt arbeitet, ist das ja ganz schön viel.
Also und Agenten kommen auch oft durcheinander, wenn sie unterschiedliche Meinungen haben. Also, wenn jetzt du deine Idee der Welt hast, ich habe meine Idee der Welt. Welche Idee zählt denn mehr oder weniger? Wie kriegt ihr das denn hin, dass wir den Agenten nicht verwirren? Wenn wir zu viel Informationen, dann zu dem zur Herstellung haben.
Genauso wie wir das als Menschen auch machen. Wir vergessen irgendwann mal, oder wir wissen, dass es eine alte Information gab und eine neue Information oder in alte Entscheidungen und neue Entscheidung. Und die neuere Entscheidung überschreibt die ältere Entscheidung. Und umso besser ist es, wenn man dann noch weiß, warum die Entscheidungen getroffen sind, Wenn man das auf den Code oder das Projekt zurück spiegelt, dann ist es ja heute schon so, dass wir das Was und das Wie abgespeichert haben.
Der Code bildet das ab. Was der Code aber nicht abbildet, ist das Warum. Warum wurde es so gebaut und man kann das. Der Agent versucht oft, den Code zu verstehen und daraus abzuleiten, warum Dinge so gebaut sind. Und gerade Claude Opus ist es glaube ich, Das schreibt unglaublich viel Dokumentation, Dokumentation drüber. Aber selbst dann fehlten immer noch die Dinge, die ich explizit nicht machen wollte, wo ich dem Agenten gesagt habe, so will ich es nicht haben.
Weil wenn man das alles nicht in die Dokumentation oder in den in die Comments schreibt, dann hat man auf einmal Dateien, diesen riesig lang. Und ich glaube, die Art und Weise, wie das über Jahre funktionieren wird, ist, dass wir Prozesse entwickeln und man sagt okay, die Informationen, die vor drei Jahren da drin stehen, die haben ein Langzeitgedächtnis, Position in der Hierarchie der Informationsarchie und neuere neuere Session Logs sind im Kurzzeitgedächtnis und anhand der der Art und Weise, wie der Mensch das beschrieben hat, in der Agent darauf reagiert hat.
Nicht nur durch die Antwort, sondern auch durch den Code, den er erstellt hat. Und das Schöne in der Software im Vergleich zum Beispiel zu Artikeln, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, ist ja der, dass ich nicht nur den Software den Code-Erstellungsprozess habe. Ich schreibe Code oder ich lasse ja Code schreiben auf meinem Computer, irgendwann committe ich den in ein Repository, sondern ich habe dann auch noch den Review Prozess, wo ein Mensch draufguckt, auf den auf den Pull Request, wo wir CI/CD laufen lassen, also Testfälle und wo letzten Endes eine Entscheidung getroffen wird, also oder nicht mehr, die dokumentiert, ob das, was vorher passiert ist, denn in die Wahrheit eingeflossen ist oder nicht.
Und das heißt also, man hat so einen durchgängigen Prozess, den man mit DevOps. Ich habe an den Anfangsjahren von Copilot immer ein bisschen rum gewitzelt, dass wir, ein Softwareentwickler, uns den Pain von der OPs angetan haben, weil viele Entwickler finden DevOps jetzt nicht so cool wie die Manager mit die Managementebene das findet, dass ich am Wochenende on call bin und und im Kino mein Laptop dabei haben musste, dass ich teilweise rausrennen kann und und die und den Live-Site-Incident managen kann.
Aber der ermöglicht uns eben KI als als Industrie, als als Beruf viel schneller umzusetzen als in vielen anderen Berufen. Weil wir das Sicherheitsnetz haben von von CI/CD, von Observability, von Feature Flags. All die Dinge sind sind schon da gewesen als als Copilot und dann später Cursor usw so powerful geworden sind, dass wir auf einmal dieses Sicherheitsnetz auch brauchen und sagen müssen okay, der Agent hat tollen Code geschrieben, aber halt, die Hälfte meiner Unit Tests sind auf einmal kaputt und und jetzt sollte ich da vielleicht mal drauf gucken.
Also ich glaube, so wird es uns auch mit den Session Logs gehen, dass wir einfach durch die Versionshistorie, durch die Entwicklung, wie sich der Code gewandelt hat aufgrund meiner Session Logs und dann letzten Endes die Entscheidungen wurde das Game, wo das nicht gemerkt hat, es zu Incidents geführt, sind unsere Kosten hochgegangen, also sprich es Cloud, Consumption usw, dass wir dadurch eine Informationsvielfalt haben, die viel besser ist als das, was vorher im Jira und in Word-Dokumenten und und sonstwo auch ja letzten Endes imperfekte Informationen über unser Projekt war.
Weil um nochmal auf das Beispiel zurückzukommen, ich bin ein neuer Mitarbeiter hier im Gebäude. Wie lange brauche ich denn, um überhaupt zu verstehen, was mein Projekt macht, wie es funktioniert? Das How-to ist wahrscheinlich seit drei Monaten veraltet und funktioniert nicht mehr auf der neuesten Version von Kubernetes oder wie auch immer. Und dann kriege ich erstmal zu hören. Thomas aktualisierst du nochmal das How-to, weil du bist der der, der gerade da durchgeht und wir verstehen muss, der ist ja verstehen muss.
Und du findest ja all die Fehler und und dann ist man der neue Mitarbeiter, der das mit mit Motivation aktualisiert. Aber drei Wochen später ist es dann halt doch wieder veraltet und wartet auf den nächsten, der hier anfängt.
Du hast Jira erwähnt. Und wie? Wie passt das denn diese Planungsebene? Intent haben wir oft ja auch ins Board geschrieben oder landet in Issues. Du hast eine starke Meinung zum Thema Planung. Erzähl uns mal, brauchen wir das immer noch in Zukunft? Also solche Dinge wie Jira oder sowas? Oder werfen einfach den Agenten was zu? Und jetzt mit deiner Technologie sammeln wir das ja automatisch mit an der Seite vom Code.
Das heißt, wir brauchen kein irgendwie so ein so ein Medienbruch mehr dazu zu haben. Ist das so oder was siehst du da?
Firmen brauchen Firmen, Organisationen, Vereine wie auch immer. Selbst unsere Hobby Projekte brauchen natürlich noch Planung, weil letzten Endes muss ich überlegen, was ist denn das Businessmodell von von meinem, von meinem Team, auf meinem Projekt oder Produkt? Worauf? Worauf will ich mich fokussieren? Wie verkaufe ich an meine Kunden das? Ja, Wenn man sich zum Beispiel euch anguckt als als Deutsche Bahn, ganz anders Internet Server Provider, wo das Produkt ist, dass ich zeitnah oder pünktlich am Bahnhof ankomme und und und happy bin, wenn ich mein Ticket buche.
Eine ganz andere Planung als zum Beispiel in einer Firma wie OpenAI, wo das Ziel ist, dass der Kunde mehr und mehr Token verbraucht oder vielleicht auch verbrennt. Und insofern spielt natürlich schon Planung auf auf Firmen Ebene nach wie vor eine große Rolle. Aber die Planungsebene, die wandert immer weiter hoch im Stack. Und wenn man sich überlegt als Entwickler vor 30 Jahren war im Prinzip das, was ich mir Gedanken drüber gemacht habe, ist die einzelne eine Zeile Code, die ich schreiben wollte und wie rausfinden, wie ich das möglichst optimal mache, dass es auf meinem PC oder Amiga oder wie auch immer funktioniert.
Und gerade in den 90er war da die größte, die größte Herausforderung die Speicher, der Speicherverbrauch sowohl auf der Festplatte oder Kassette, vielleicht sogar noch Diskette und im Speicher selber. Und DOS hatte nur 640 Kilobyte zur Verfügung, weil Bill Gates zumindest ist, so die Legende, glaubte, dass mehr mehr nicht notwendig ist. Das macht heute keiner mehr. Man ist von der einen Zeile, wo man versucht hat, die auch zu optimieren, dann ja oft auch noch in Assembler hochgegangen, auf Cloud mit Containern und Clustern.
Und gerade in der mit Open Source ist es ja auch schon vor KI so gewesen, dass in den meisten Firmen 90 % des Codes, den man deployed hat, von jemand anders kam. Man hat die Open Source Libraries direkt reingezogen oder hat Linux auf dem Betriebssystem benutzt und oben die 10 %, die hat man noch selber geschrieben. Und mit der KI schreibt man jetzt die 10 % auch nicht mehr selber.
Aber die 10 % selber sind auch deutlich größer geworden. Wir schreiben viel viel mehr Code in dieser neuen Welt. Das sprich ich bin von meiner einen Zeile Code mit Copilot und dem Copilot. Das war ja das Auto von mehreren Zeilen Code Methoden von der einen Zeile auf eine Methode gegangen und dann von der Methode auf eine ganze Datei und seit letztem Jahr von einer Datei auf beliebig viele Dateien, die nicht nur erstellt werden, sondern auch vom Agenten modifiziert werden.
In meinem Projekt. Und wir werden, denke ich, weiter, weiter hochgehen auf dieser Abstraktionsebene, sprich ergeben vom Eins-mal-eins-Legosteinen zum Zwei-mal-vier-Legosteinen zu Hunderten von Legosteinen, für die wir jeden Tag eine Planung machen müssen. Wie investiere ich mein Geld in Tokens und dann in Code? Und das natürlich aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht. Nicht so, dass ich beliebig viel Code erstellen kann, weil das würde ja heißen nicht mehr Zeit für beliebig viele Tokens.
Und irgendwann macht meine Firma halt kein Geld mehr, sondern nimmt nur allen Umsatz und und und und und und und gibt ihn wieder aus an den, der mir die Tokens zur Verfügung stellt. Ja und ich glaube das ist so die wo, wo man natürlich auf einer anderen Art und Weise planen wird. Aber wo man ohne Planung als Firma trotzdem nicht überlebensfähig ist.
Ja sehr interessant, was auch spannendes. Ich glaube, das, was du beschrieben hast, nennst du selbst der Jurassic Area of Agency oder wie auch immer. Also das, was wir quasi vielleicht kannst du selbst beschreiben. Du hast schon ein paar Mal erwähnt, der Software Development Cycle wird sich verändern und wir haben den Inner Loop. Das ist das, was wir machen. Und wir haben die auch.
Als ob das, das brauchen wir eine Pipeline haben. Wo siehst du da die größten Änderungen? Was kommt auf uns zu?
Der Jurassic Park mit Metaphor kam vom von der Konferenz in Berlin Developers, wo wir ein Kino benutzt haben. Und die Idee von der Metapher war, dass man durch die, wenn man sich die Menschheit anguckt, die Menschengeschichte, dass wir gerne die Tendenz haben, nur auf die letzten paar Monate oder Jahre zu gucken und und alles sieht, sieht düster aus und und die Welt ändert sich radikal schnell.
Und wenn man rauszoomt und zum Beispiel sich anguckt, wie lange wir schon dabei sind, Häuser zu bauen über, je nachdem wie man es interpretiert, mindestens 2000 Jahre, wenn man so Athen und Rom als Maßstab nimmt, wenn man noch einfacher leben, Häuser anguckt, das ist noch deutlich länger. Und wenn man selber mal ein Haus gebaut hat oder ein Haus modernisiert hat oder mit Handwerkern zu tun hat, dann kann man wahrscheinlich bestätigen, dass das nach wie vor nicht so ist, dass das alles vom Schnürchen läuft und die Projekte zeitnah fertig sind.
In Deutschland sind wir da auch nicht so richtig begeisterungsfähig. Ob es der Berliner Flughafen ist oder Stuttgart 21 und und viele andere Bauprojekte im Privaten laufen genauso ab, dass nichts im Zeitrahmen bleibt oder im Budget. Und ich glaube, so bei der Softwareentwicklung ist auch Wir haben gerade einen enormen Hype und Begeisterung und ich teile ein Stück weit die Begeisterung auch mit Optimismus, weil es macht einfach gnadenlos Spaß, mit Agenten Sachen zu bauen und auch wegzuschmeißen.
Auf der anderen Seite ist natürlich aber so, dass das alles auch bezahlen muss. Und wenn ich meine Mitarbeiter eine Woche lang OpenAI Astra benutzen lasse, das neueste Modell mit Fast Mode und und und und und Sub Agenten und usw und dann die Rechnung pro Mitarbeiter 10.000 $ sind. Da muss man sich natürlich schon fragen, ob die, sagen wir mal zehn Mitarbeiter mal 100 mal 10.000 $ sind, 100.000 $, die wir in einer Woche ausgeben könnten.
Ob ich dafür eigentlich den Wert kriege, kriegst du meine Firma entsprechend beschleunigen lässt in ihrer Entwicklung und und letzten Endes zu einem zu einer Umsatzsteigerung führt. Und ich glaube, das ist, wo wir so ein bisschen die die Realität im Auge behalten sollten und so die Abwägung. Also auf der einen Seite finde ich, das Dumme ist, kommt und die Welt geht unter, wo ich mir immer frage, weil ich kann mein Computer einfach ausschalten.
Gerade ist er ausgewiesen, weil ich nach Frankfurt fahren musste, dann konnte er nicht laufen. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch angucken Führt uns das wirklich? Führt das wirklich zu einer Verbesserung in unserem privaten Leben oder im Alltag? Ganz und im Geschäft Vor allen.
Dingen auf jeden Fall. Also das heißt, was kriege ich dafür raus, wenn ich dieses Geld, also selbst wenn es im Vergleich zur jungen Resource ist der Band immer noch günstig. Aber kriege ich da auch wirklich was raus? Wir sehen ja auch eine Verschiebung, das heißt, wenn ich mehr Code produziere, habe ich mehr Merge Requests. Du hast so die Idee von Müssen wir wirklich jede Zeile Code angucken und der was glaube ich auch Code Reviews versus Reviews Signals oder sowas?
Also auf was sollten wir denn gucken, wenn ich jetzt plötzlich durch die ganzen Agenten, die du laufen lässt auf deinem Rechner, deine Mitarbeiter, die werden sich freuen, weil hier jetzt ist morgen in Deutschland und dann kommen die ganzen Merge Requests rein und die müssen das alle reviewen reviewen, die das selbst oder wie ist da dein Blick drauf?
Ich würde damit anfangen zu sagen, wir haben noch nie jede Zeile von Code angeguckt und wenn, dann höchstens so getan. Jetzt ist es hier bei uns Freitag um 16:30. Wenn jetzt noch ein Ping kriegst du auf dem Weg nach Hause. Guck doch mal schnell an, ich will das noch schnell deployen. Dann ist die Frage, ob du jede Zeile Code gründlich angeguckt hast.
Oft auch oft schon heute oder der Vergangenheit eine Frage gewesen Wie gut kennst du den, der dir den Code geschickt hat? Und wie sehr vertraust du ihm oder ihr? Und wie sehr kannst du dich darauf verlassen, das, was der Entwickler oder Entwicklerin gebaut hat, eine hohe Qualität hat? Und wenn du die schon seit Jahren kennst und weiß, dass die ein guter Entwickler sind, dann hast du so drauf geguckt und dann wurde das schnell mal bestätigt und vielleicht auch noch gemerkt.
Und am Freitagabend und wenn es dann schiefgegangen ist, dann hat man gesagt okay, beim nächsten Mal machen wir das vielleicht nicht mehr. Freitagabend.
Du hast doch so eine coolen Satz rausgehauen irgendwann so YOLO Also du liest da so ein bisschen durch und dann.
Ich meine, und das haben wir schon immer gemacht, also wenn, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, wäre ja alles Software perfekt, weil wir ja als Menschen problemlos alle Fehler hätten finden können. Problemlos in Anführungsstrichen. Ich vergleiche gern Code Review. Man kennt so aus Kinderzeitschriften, so das Bild links, das komplett ist und das Bild rechts, wo ich alle Fehler finden muss.
Und jetzt stellt man sich diesen, dieses dieses Puzzle vor. Nur sagen wir den Kindern nicht, wie viele Fehler dann drin sind. Und das ist Code Review. Ja, ich muss quasi beliebig viele Fehler in einem Bild finden und ich weiß nicht mehr, ob überhaupt ein Fehler drin ist.
Und du kannst nicht die Gesamtzahl.
Du kannst nicht die gesamte und weiß auch nicht, ob Fehler drin ist. Und jetzt such mal und was dann als in unseren Köpfen passiert. Vor allen Dingen, weil ich ja noch ganz viele andere Sachen im Alltag zu tun habe, in meinem Arbeitsalltag zu tun hat oder als Programmierer ist, dass ich finde vielleicht drei Fehler und dann fühle ich mich schon gut.
Habe ich fünf Fehler gefunden, denke ich schon. Jetzt reicht es eigentlich nicht, dass Felix deprimiert ist, dass ich zu viel kritisiere an seinem Code. Und irgendwann habe ich einfach aus aus einer logischen, natürlichen, menschlichen Seite, auf die jeder Zeile mir anzugucken. Und der Computer hat nicht so diese Gefühle. Der Agent, der guckt halt einfach durch den Code durch und und findet gnadenlos alles, was ihm nicht gefällt.
Und da kann man natürlich auf den ersten Blick sagen okay, alles, der ist nicht perfekt, der wird also auch nicht alles finden. Wie gesagt, finden wir als Menschen auch nicht so, ich habe schon selbstfahrende Autos angesprochen. Ein selbstfahrendes Auto macht Fehler, aber menschliche Fahrer machen noch viel viel mehr Fehler. Kann sich ja die Unfallstatistiken in jedem Land der Welt angucken und und gleichzeitig ist es so mit den Agenten, die werden immer besser.
Und die Frage ist eigentlich nicht, kann der Agent besser Code reviewen als der beste Entwickler in meiner Firma? Ja, das ist ja so genau wie der beste Rennfahrer auf der Welt. Wahrscheinlich auch in kürzester Zeit nicht ersetzt wird durch einen Agenten. Die Frage ist, kann der Agent im Durchschnitt mehr Fehler finden als meine menschlichen Entwickler? Und ich glaube, da sind wir schon eine Weile jetzt drüber, dass wenn ich einem Claude Code sage, finde mir zehn Fehler in dem in dem Pull Request, dann findet der mir zehn Fehler.
Vielleicht sind die der neunte und zehnte Dann sag ich mal wieder bärtige Low Priority schon sagt, vielleicht sind auch die immer noch. Ich kann noch mal zehn finden und noch mal zehn finden, aber der findet zehn und und wenn er nicht mit nichts mehr findet, dann sagt er mir eine Erklärung, warum, warum er jetzt nichts mehr finden kann.
Und ich glaube, aus der Sicht und aus der Sichtweise sind wir gut beraten zu sagen okay, wir als Menschen sind nicht perfekt und wir haben Agenten entwickelt, die sind ja auch von Menschen entwickelt, nicht irgendwie aus dem Weltraum runtergefallen. Wir benutzen die Tools, die uns zur Verfügung stehen, um unseren Prozess zu verbessern. Und wir behalten uns aber gleichzeitig die das Wissen vor, dass wir noch wissen, wie Programmieren eigentlich funktioniert.
Ich spreche auch oft viel in Podcasts davon. Wir müssen einfach den Kindern in der Schule Programmieren beibringen, so wie wir Physik beibringen und Biologie und Chemie und den Dreißigjährigen Krieg und all diese Sachen. Und nur weil ich in der Schule Physik hatte, werde ich ja nicht zum Physiker. Gibt es natürlich Kinder, die das werden. Aber man lernt viele Dinge Grundwissen in der Schule, weil man die vielleicht später im Leben noch mal braucht und weil vor allen Dingen man lernt, wie man lernt.
Und ich kann nicht nachvollziehen, gerade hier in Deutschland, warum man nicht den Kindern in jeder Schule das Programmieren beibringt und und schon gar nicht, dass man mit Medienbildung anfängt und wie man Powerpoint und und Word benutzt und. Aber das ist halt eine Frage, wie viel wir als Gesellschaft in dieses Thema investieren, wie sehr uns das was bedeutet. Und ich glaube, da ist Deutschland im Moment nicht nicht führend in der Welt.
Ja, also gerade die, wenn man sagt, dass die. Der Großteil der der Welt läuft ja auf Software, also wenn wir Autos, Maschinen und irgendwelche Sachen sprechen, da ist überall Software drin. Das heißt, dieses Basisverständnis dann auch zu haben, wie, was? Warum kann das denn jetzt nicht funktionieren, Theorien oder solche Geschichten, dass das einfach Sachen der Physik sind oder Sachen, die dann einfach unten drunter liegen.
Selbst mit den ganzen Abstraktionen hat man ja solche Geschichten. Das hat man ja damals bei diesen Remote Procedure Calls auch gehabt, wo man gegen das gearbeitet hat. Also man hat es zwar nett abstrahiert, aber man hat man es oft reingelassen, weil das einfach nicht gepasst hat. Und da fehlt natürlich das Wissen im Hintergrund, wenn wir über Wissen und Intelligenz sprechen.
Wenn jetzt alle plötzlich intelligent sind, weil die Intelligenz einfach da ist durch die KI, was ist denn jetzt noch mal der wichtige Wert? Also das heißt, früher hatten wir uns ja unterscheiden war der IQ von dem ist besonders groß, der ist eine Autorität, der ist ein Doktor vielleicht, und der weiß besonders viel. Und jetzt kann jeder die fragen und bekommt dann plötzlich das Wissen.
Im Moment gibt es noch so einen Unterschied, weil wir noch nicht alle auf der Top Nutzung sind. Aber wenn wir sagen okay, alle nutzen das und Wissen ist nicht mehr das Thema, was ist denn dann das Thema?
Das Thema ist schon immer das gleiche. Das ist die, die mehr vertraut sind mit Tools und mehr verstehen. Wie ein Tool ein Werkzeug funktioniert, sind die Meister ihrer ihres Fachs statt die Lehrlinge. Ja, im Deutschen hat man das ja immer noch im Handwerk. Man fängt als als Schüler, nicht als Meister an, sondern man fängt als Lehrling an und man muss dann lernen und nur durch die tägliche Ausführung, dass das der der Tätigkeit wird.
Man wird man irgendwann zum Meister als Berufsbezeichnung und dann vielleicht auch noch zum zum Besten in sein, in seinem, in seinem Fach oder zum Besten im Sport oder zum Besten in Musik. Und wenn man sich die besten Menschen in Deutschland anguckt, sind die oft nicht dadurch gekennzeichnet, dass sie den höchsten Intelligenzquotienten haben. Das gibt es natürlich auch, sondern es sind die, die in Großteil ihrer Zeit darin investieren, besser zu werden, weiter zu lernen, weiter zu üben, die Gitarre immer weiter zu spielen oder oder das Programmieren zu perfektionieren oder zum Beispiel im Chaos Computer Club das Hacken zu Schlösser knacken zu perfektionieren.
Und das verändert sich durch Agenten nicht. Es fühlt sich zwar erstmal so an, dass man jetzt der Meister ist, weil man ich kann schnell was, was man prompt schreiben und dann in einem Shot ein Spiel programmieren oder eine Webseite programmieren. Aber deswegen bin ich nicht der beste Programmierer auf der Welt oder in Deutschland, sondern ich muss nach wie vor dann lernen, wie, wie kann ich jetzt den Agenten dazu bringen, ein deutlich komplexeres Produkt zu erstellen, als es noch möglich war, bevor wir Agenten hatten?
Und ich glaube, so wird sich einfach die der, die, der, der, der Fach, das Fachwissen und die Fähigkeiten. Im Deutschen Englischen sagt man Craft nehmen so gerne. Als Beispiel die Woodworking in Japan, die mit Holz, Schreiner und Tischler quasi ganz ganz tolle Joints erstellen und und und. Möbelstücke oder Kunst bauen, das wird man nicht von heute auf morgen.
Das wird man nur dadurch, dass man weiter, weiter, weiter lernt. Und das wird mit Agenten. Das einzige, was sich verändert ist, dass ich eben jetzt mehr Powerful Tools zur Verfügung habe und mich komplexer denken muss und größere Probleme als Einzelner als Einzelner angehen kann. Und hoffentlich als Team von zehn oder 100 Leuten noch viel, viel komplexere Probleme lösen kann.
Und dann ist die Idee das Entscheidende und vielleicht auch manchmal weniger. Also was jetzt oft darauf passiert ist, nur weil wir es können, implementieren wir viel, viel mehr. Und wir sollten vielleicht gar nicht so viel implementieren, weil die besten Lösungen sind vielleicht die Entscheidungen, die das Produktmanagement getroffen hat. Das wollen wir nicht machen.
Ideen, Ideen sind gut, weil ich glaube, Ideen motivieren uns als Menschen. Ich habe eine Idee und vielleicht denke ich sogar noch ist eine gute Idee. Und dann kriege ich ein Glücksgefühl davon, dass ich die Ideen Realität umsetze. Sieht man als Kind oder bei Kindern auch Schön Kinder mit Legosteinen bauen und auf einmal kommen sie zum Abendessen und haben ein Auto.
Baut aus freiem Denken und nicht nach einer Anleitung, dass ja heute heute nicht mehr ganz so, weil man kriegt so viele Lego Sets, dass viele Kinder nur eine Anleitung bauen. Aber der Spaß ist eigentlich der, dass ich jedes jede Idee mit den Steinen umsetzen kann. Und also die Idee ist wichtig, aber die eher als als Motivator. Man sieht das an sich bei jeder Idee in der Welt.
Wenn man eine gute Idee hat, dann hatten auch noch zehn andere Leute die gute Idee. Und dann kommt es eigentlich um die Ausführung an. Execution, bin ich in der Lage, die Idee zu einem kommerziellen Produkt, zu einem erfolgreichen Produkt umzusetzen, zum Besten in der Welt zu werden oder vielleicht zweit oder drittbesten. Und ich bin damit zufrieden. Und oft kommt dann da der Geschmack mit rein, also Taste.
Also kann ich das Produkt so bauen, dass andere Leute das ansprechend finden. Die erfolgreichsten Restaurants sind die, die, wo das Essen gut schmeckt und und das Ambiente gut ist. Und das trifft natürlich auch mit auf die Entwicklung mit Agenten zu. Ich muss nach wie vor ein gutes Produkt bauen, ein gutes Marketing haben, den dem Kunden Interesse oder dem Kunden Demand entsprechen und dann in der Lage sein, das kommerziell erfolgreich zu machen.
Und wie schon sagt, der Agent spielt da natürlich eine große Rolle und kann mir in all diesen Schritten helfen. Ich finde, ich habe die Woche an meiner Steuererklärung gearbeitet. In den USA nicht, nicht der deutschen. Und es ist unglaublich, was man heute machen kann, wenn man sich so 250 Bankbelege hat und die man einfach mal schnell work rein und erstellt.
Die die Exceltabelle, die der Steuerberater braucht, um dann um dann die Steuern korrekt zu berechnen. Das sind die, die hat mir noch nicht Spaß gemacht und das auch keine Tätigkeit, wo ich ein Business draus machen will. Da können sich andere mit beschäftigen. Aber das ist natürlich was, was mir im Alltag Freizeit zurückgibt. Also meine Zeile von Konferenz ist immer ist ist helping us with the things that you don't want to do so have more time for the things you do.
Und ich glaube, das ist, das ist was, worauf es dann im Wesentlichen ankommt.
Ja, das ist dann wieder die Engineering Kultur, Das wollen wir wegautomatisieren, das wollen wir nicht. Das geben wir dann den Agenten. Sehr schön. Ich habe hier zwei Tweets mal rausgesucht und würde gerne dazu mal deine Einschätzung. Das eine ist von dir selbst intelligent. Intelligence and human attention is not.
Ja, das war letztes Wochenende, vorletztes Wochenende.
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe das Problem, dass ich nicht genug Zeit am Tag habe für all die Dinge, die ich so machen will. Sei es vom Sport machen, schick essen gehen, all die Dinge auf Netflix, Disney plus YouTube angucken, die in meiner Playlist sind oder wo mir Leute erzählen musste unbedingt angucken. Und ich denke mal so je zehn Staffeln, 20 Episoden pro Staffeln schaffe ich nie im Leben.
All die Bücher, die, die auf meinem Schreibtisch liegen plus die Tausende von Bücher, die wir immer im Buchladen verkaufen, verkaufen könnte. Und so geht es mir auf der Arbeit auch. Sei es in der Firma selber oder mit meinen Hobbys oder Ideen, was ich noch für Firmen oder selber machen könnte. Und der Agent und die Intelligenz Agenten hat mir ermöglicht, viel mehr Dinge anzufangen, aber nicht zwangsläufig mehr Dinge fertig zu kriegen.
Und ich glaube, das ist sowohl in unserem. Aus der Hobby Sicht leben wir heute in der sogenannten Attention Economy. Also sprich, all die Services kämpfen um die minimale Zeit, also sind ja maximal 24 Stunden. Wir brauchen alle schlafen und essen und und hin und wieder eine Dusche. Aber alle, die kämpfen um die Zeit, die zur Verfügung habe. Und meine Kinder übrigens auch.
Und und die Familie und und die Geburtstage und und und und und was auch immer man im Leben noch so hat, Vereine und und Kirche usw, die kämpfen alle um die Zeit die ich habe Und am Ende des Wochenendes habe ich nichts von den Sachen geschafft, die ich eigentlich schaffen wollte. Und der Agent macht das nur insofern besser, als dass er mir Arbeit abnimmt und die Steuererklärung schneller macht.
Aber auf der anderen Seite gibt es mir ja auch so viele Ideen, die ich auf einmal noch machen könnte, dass der auch noch mehr Attention braucht. Und ich glaube, das ist so dieses Es ist ist es heute noch viel schwieriger als vor ein paar Jahren seine Zeit sich so anzupeilen, dass man sie irgendwie sinnvoll verbracht hat. Sinnvoll kann natürlich im Hobby aus Spaß bestehen.
Oder sind wir auf der Arbeit? Kann darin bestehen, dass man Sachen bauen, die die Firma tatsächlich weiterbringt und nicht nur meine eigene Karriere oder mein Bonus oder wie auch immer beeinflussen.
Sehr cool. Was natürlich da auch mit springt ist diese oder mitschwingt ist die ganze Mental Load Geschichte. Also wir werden wir kriegen pings und Rings und Dings hier. Was Also wir haben wirklich kommen auf die Arbeit. Ich habe jetzt plötzlich 40 Merge Requests, auch wenn der Agent mich unterstützt, aber das macht ja alles was mit uns. Was? Was brauchen wir denn vom vom Mindset her als Mensch, als Ingenieur, um uns da die Attention vielleicht so einzuteilen, dass die Kapazität oder die Magazine reichen?
Hast du da.
Ja Disziplin, Fokus, also die die Fähigkeit, gerade im Arbeitsalltag Dinge abzuschalten, die so um mich herum passieren. Also ich werde wahnsinnig, wenn im E-Mail mein E-Mail-Counter stetig hochgeht und mein Slack Nachrichten geht stetig hoch und vielleicht kriege noch ein Anruf oder eine eine Nachricht in iMessage oder WhatsApp oder wie auch immer. Und dann hat man. Jetzt habe ich noch drei Agenten offen oder vielleicht auch zehn und die wollen auch noch alle was.
Eine Antwort.
Hier, eine Antwort. Und wenn, wenn ich jetzt nicht in der Lage bin zu sagen okay, jetzt ignoriere ich mal, vielleicht mache ich immer auch komplett zu und und und und und fokussiere mich nur auf ein oder zwei Tasks kriege ich gar nichts gebacken Und dann bin ich selber am Abend total unzufrieden, weil ich habe zwar ganz viele Dinge gleichzeitig gemacht und nichts davon ist fertig geworden.
Und ich glaube, das ist was, was wir auch unseren Kindern und uns selber ständig wieder beibringen müssen, ist wie kann ich diszipliniert an den Sachen arbeiten, die heute am wichtigsten sind für mich selber und und natürlich für die Firma. Und wie kann ich das andere, was da noch so passiert? Wir haben gar nicht geredet über Social Media und und Nachrichten und all das, was auch noch um mich herum passiert.
Oder wenn man in so einem schönen Gebäude sitzt, was so aus dem Fenster zu sehen ist, ob es das Wetter ist oder der Verkehr oder vielleicht brennt irgendwo ein Hochhaus. All das. Wir sind überflutet von Informationen und wir brauchen letzten Endes KI und Agenten, um um einen Teil der Dinge uns abzunehmen. Also ich denke nur an E-Mail, was ich an Spam jeden Tag kriege, was nicht im Spam-Ordner landet, sondern so Firmen, die mir irgendwas verkaufen wollen, Engineering Services oder der Newsletter von von irgendeiner, von irgendeinem Service, die ich einmal benutzt habe.
Und jetzt glauben die kommen mir einfach jeden Tag schicken, wenn ich da einen Agenten habe, der das einfach alles rausläuft und vielleicht noch mich abmeldet, dann habe ich schon wieder ein bisschen Zeit gewonnen, die ich in Sachen investieren kann, die ich als sinnvoll erachte.
Ja, also das klassische Pattern Was ist Activity versus Impact? Also wenn ich den ganzen Tag aktiv bin, denke ich, ich habe was gemacht, aber ich habe nichts gemacht oder ich mache irgendwas, wo ich einen wirklichen Impact.
Ich meine, könnt ihr euch noch an Urlaub erinnern vorm iPhone, wo man einfach Urlaub war? Man hatte keine Firmen-E-Mail und hatte kein Internet. Man war irgendwo am See und hat zwei Wochen nichts gemacht. Vielleicht hat man ein Buch gehabt oder in der Ferienwohnung gab es noch drei andere Bücher, die man lesen konnte und so austauschen. Und dann kam das iPhone und am Anfang waren alle begeistert.
Oder dass man ständig connected sein konnte und nichts mehr verpasst auf der Arbeit. Und heute denke ich manchmal, ich würde einfach den am liebsten das iPhone in meinen schmeißen und und und und und und mich fühlen wie als Abitur fertig war und auf einmal war ich frei. Ich war fertig mit dem großen Ding und ich glaube, das ist so ein bisschen.
Wir haben das nicht gelernt. Die Technologie hat sich so weit, so schnell weiterentwickelt. Gab es das ständige Online-Sein mit dem iPhone. Wer greift nicht heute, wenn er morgens aufwacht, als erstes zum Gerät und guckt, was so auf der Welt los ist? Oft bevor man seinen Partner Guten Morgen wünscht oder Oder mal Frühstück macht. Wer ist nicht permanent abgelenkt von Social Media?
Und ich kann nicht nur Formel 1 gucken. Und ich muss auch noch nebenher nachgucken, was andere Leute über über Formel 1 sagen. Ich glaube, da muss man einfach viel, viel mehr Zeit investieren, wie wir uns selber wieder in den Zustand bringen, dass wir mit dem mit dem Einkommen und und und. Und da komme ich auf die Schule zurück.
Ich glaube, unsere Schule sind so in der Verweigerungshaltung und Schulen hier in Deutschland in der Verweigerungshaltung zu sagen keine iPads und kein Telefon. Das bringt den Kindern auch nicht bei, wie man damit umgeht, sondern dass das Problem nur nach Hause oder nach, wenn die Schulzeit fertig ist. Und dann kommen viele Leute damit einfach nicht klar.
Ja, man sollte es einarbeiten. Man sollte die Kinder daran gewöhnen und sagen okay, das ist der, der der Use Case dafür und aber auch vollkommen okay sein, wenn das Telefon jetzt hier liegt.
Man stelle sich vor, es ist Klassenarbeit und jedes Kind kann sein Handy da liegen haben. Und was man eigentlich lernt ist, wenn man das Konzept das konstante Pingen oder am Donnerstag um elf war. Ja, hier war Krisenwarntag oder wie auch immer. Das kann mir auch vorstellen. Zum Glück war ja in Baden-Württemberg noch keine Schule, aber das ist glaube ich das, was wir mehr lernen müssen.
Also wir kommen sonst nicht klar mit dem, mit der mit dem Wandel, der in der Gesellschaft vorgeht.
Ja, das ist wirklich eine Sache. Ich habe hier noch eine zweite, ein bisschen polarisierende Tweet. When calories became cheap, convenient and abundant, bodies decayed. Thinking is now cheap. Also übersetzt: Kalorien sind einfach zu bekommen. Wir haben sie ganz viel im Überfluss und die Körper sind alle irgendwie. Also jeder hat so seine kleine Kiste und jetzt ist plötzlich Intelligenz günstig.
Spricht das mit dir oder was kommt da auf uns zu?
Ja, ich meine, das geht auf das Thema zurück. Der Entwickler von Vom Coding Agent Pi aus Österreich hat das formuliert als we have to slow the fuck down. Weil es ist alles so schnell und hype und ich kann so viel Zeug erzeugen, dass es manchmal besser, als sich mal zurückzulehnen und und darüber nachzudenken, Was mache ich hier eigentlich?
Und so ist es beim Essen auch. Klar, es ist einfach, in Frankfurt durch die Straßen zu gehen und schnell mal ein Döner zu essen oder ein Burger oder auch immer. Und das war noch nie so einfach, wie es heute ist, weil der mit dem Kaffee ist es auch nicht anders ist überflüssig vorhanden. Überall in großen Städten und und Kalorien gibt es überall.
In Amerika sieht man so ein bisschen mehr, dass überall die Kalorien dran stehen. Zumindest an der Westküste ist das häufig. Aber ich glaube ja, da muss man in vielen Dingen in unserem Arbeitsalltag neu überdenken Wie mache ich das und das und die Schwierigkeit. Und ich glaube, das ist spaßiger, ein Founder zu sein, von von einer kleinen Firma als in einer großen Firma zu arbeiten, ist das Habit also, wo.
Gewohnheiten.
Gewohnheiten zu ändern ist schwierig. Und je älter wir werden, desto schwieriger ist es. Und dann in einer Firma als Chef reinzugehen und zu sagen, wir machen jetzt alle KI und verändern unseren Prozess und wir wandeln unsere Kultur und ist noch viel schwieriger als in 2020, wo wir alle auf einmal von zu Hause aus arbeiten mussten, aber auch nicht wussten, wie wir es eigentlich tun und wie wir da weiter produktiv bleiben.
Und dann kam so der Umkehrschluss da Wir sind alle zurück im Büro, in vielen Firmen, auch in Amerika. Ich finde das ich finde das falsch, persönlich. Ich. Ich liebe es, von zu Hause aus zu arbeiten und ich. Aber man will halt nicht die Zeit investieren, den Kulturwandel in der Firma voranzutreiben. Und genauso ist mit der KI der Kulturwandel.
Der wird einfach Zeit brauchen, der wird brauchen, dass Führungskräfte, Manager mehr, mehr, mehr erklären, warum wir das jetzt machen, wie wir das machen, zeigen, dass sie selber auch machen und nicht nur predigen von, von, von der Kanzel, von oben herab. Und da wird die Gesellschaft einfach Zeit brauchen. Und da glaube ich, ist die, die Warnungen, die man so gerade aus den USA sieht, dass man langsamer machen muss mit der KI, durchaus berechtigt, nur aus der Begründung aus meiner Sicht falsche Begründung, dass es gefährlich ist und dass die Welt untergeht, daran glaube ich persönlich nicht.
Aber dass wir als als Gesellschaften Zeit brauchen, um den Wandel mitzumachen, dass das, das denke ich.
Sehr gut. Also ein bisschen runterfahren, öfters mal Handy weglegen, noch selbst denken.
Also 130.
Reicht 130. Wir sind für ein Tempolimit hier. Super.
Ich nicht. Aber man kann. Man muss nicht immer rasen.
Okay, Die anderen müssen nicht immer rasen, aber wir fahren schnell. Ähm, was? Was auch spannend ist. Im Moment sieht man im Social Media strong opinions, weakly held also starke Meinungen, die dann doch hinterfragt werden. Das heißt, irgendjemand hat mal gesagt Ja, KI ist überhaupt nichts und jetzt sind sie die KI ist das Größte. Das ist so im Moment bei den ganzen Leuten, die Tech Unternehmen hat so eigentlich eine Sache, wo sie anfangen und eine Sache revidieren.
Was war dann so ein Ding, was du am Anfang ganz fest geglaubt hast, eine strong opinion hast und die du jetzt vielleicht gar nicht mehr so siehst, du dann einen ganz anderen Blick drauf hast. Hast du ein Beispiel für uns?
Schwierige Frage, Also ich meine, ich glaube, es ist völlig okay zuzugeben, dass man falsch lag im Leben und strong opinions, weakly held oder nach mir die Sintflut hat auch Steve Jobs und und viele andere schon. Man hat halt immer gesagt, wir machen keinen Fall iPhone und dann machen wir jetzt ein iPhone. Gibt es ja viele, viele solche Beispiele, größere von uns und und und.
Wie auch immer ich mir ehrlich gesagt spontan nichts ein, aber ich würde jederzeit zugeben, dass ich meine Meinung in der Woche oft ändern. Man kommt rein in die Diskussion und hat eine vorgefertigte Meinung über ein Thema. Wie soll ein User Interface aussehen oder wie es unser Geschäftsmodell oder was machen wir im Marketing? Und ist der Tweet gut oder nicht gut?
Und eine gute Führungskraft? Ein guter Gründer zeichnet sich dadurch aus, dass er sich von seinen Mitarbeitern, von Kunden, von anderen Meinungen beeinflussen lässt und überzeugen, dass das mal möglicherweise falsch liegt. Und ich glaube, zuzugeben, dass man falsch lag, ist schwierig. Auch das ist etwas, was man in der Schule leider nicht lernt. Die Kinder, die eine Eins haben, sind die, die am besten da stehen wir.
Wir sagen unseren Kindern oft eine Drei. Eigentlich gar nicht so schlecht, weil nämlich du hast schwarz auf weiß was beim nächsten Mal besser machen kannst und und und und ich so Growth Mindset ist so der, der der Begriff in den USA benutzt wird. Also die, die am Morgen sich selber eingestehen, dass man nicht perfekt ist und dass man viele Dinge nicht kann, aber dass man viele Dinge lernen kann und dass man einfach jeden Tag daran Stück weit weiterarbeiten muss.
Insofern ja, ich habe bestimmt meine Meinung die Woche dreimal geändert, aber ich könnte jetzt spontan nicht sagen, wäre das eine Ding, wo ich, wo ich das. Ich meine. Gut, ich habe schon mehrfach zugegeben, ich habe anfangs nicht geglaubt, dass KI Code schreiben kann. Ich habe die ersten Demos gesehen von unserem Team, von von GPT-3 und habe mir gedacht, wir kommen nie an den Punkt, wo der Code so gut ist, dass ich ihn als Entwickler tatsächlich akzeptieren würde.
Und im Gegensatz, was war so dein Holy Shit Moment bei AI, wo du gesagt hast.
ChatGPT denke ich war der der Größte, der, der mir in den in den letzten fünf Jahren einfällt. Den habe ich ganz bewusst miterlebt. Wir waren mit Copilot schon am Markt. Wir haben Copilot aktiv bei bei Kunden gepitcht, auch hier in Deutschland. Und oft war dann das Gespräch so: Thomas, KI ist toll und kommt bestimmt irgendwann mal, aber lass uns mal über DevOps sprechen und man hat so 5 % der Zeit mit KI zugebracht und 95 % der Zeit mit irgendwelchen anderen Dingen.
Dann kam ChatGPT und seither war es 95 % KI und 5 % andere Dinge. Und das war in Deutschland so, das war in Japan, in Singapur. Ich war gerade nach dem Launch von ChatGPT in Asien unterwegs und das war wirklich so der der Urknall ähnlich zum ich sage mal das letzte Mal, dass ich mich davor daran erinnern konnte, war Netscape und da hatte ich noch kein Internet zu Hause.
Wir durften kein Modem haben, weil man hat das Telefon noch pro Minute bezahlt und das war nicht nur langsam, sondern auch teuer. Und auch das hat man heute groß vergessen. Auch meine. Es gab eine Zeit, da musste man für jede SMS bezahlen. Und heute schickt man unglaublich, wenn man die Nachrichten, die man heute alle so schickt, mit dem Tarif von damals bezahlen müsste, wäre der Umsatz der Deutschen Telekom 100 mal höher.
Ja, nur leider gibt es der Markt nicht her. Aber vielleicht ist auch gut für den Consumer. Aber ja, das Internet war so ein Moment. ChatGPT glaube ich wird in zehn Jahren als so Moment dargestellt werden in der Coding Welt im letzten Jahr im November Dezember, wo wirklich die Agenten so gut geworden sind. Aber ich glaube, das ist ein kleinerer Moment.
So iPhone war auch ein kleinerer Moment, der das iPhone. Wenn man sich überlegt, ist im Prinzip die Manifestierung der ursprünglichen Idee hinter dem PC. Bill Gates hat das formuliert als ein PC auf jedem Schreibtisch. Und das iPhone ist der Höchstzustand. Jeder hat heute einen Computer in der Hosentasche. Sei es ein iPhone oder ein Android Telefon, ist das deutlich mehr Powerful ist, mächtiger ist als die Computer, die wir vor fünf, fünf oder sechs Jahren hatten.
Um ja, mal gucken, was das nächste sein wird. Ich, ich Ich glaube, man kriegt solche Momente nur so alle 10, 20 Jahre und und nicht öfter.
Ja, oft ist es so, dass wir auch im Nachhinein erst erkennen. Also wenn du jetzt quasi diesen Change mitbekommen hast, dann ist das jetzt für uns ganz normal, oder? Das iPhone ist jetzt für uns auch ganz normal, aber es war ja schon ein Gamechanger sozusagen.
Weil es ging rasant schnell, das ging. Im Laufe von paar Wochen war ich zum Beispiel Australien auf irgendeiner Financial Times oder Financial. Irgendwas war der Name Zeitung Zeitung, wo ein Artikel zu dem Thema KI Copilot drin war, also der, der das. Wir können als Menschen exponentielles Wachstum schwer verstehen. Wir denken halt linear zeigt für uns das linear, aber wir sitzen auf einer exponentiellen Wachstumskurve, gerade was was Computer und Technologie angeht.
Und das macht es manchmal so schwierig und und und und ein Stück weit auch beängstigend interessant.
Lass uns vielleicht noch mal auf GitHub schauen, warst auch glaube ich drei, vier Jahre dort CEO. GitHub ist ja auch in der riesen Skalierung unterwegs. Wir sehen uns hier natürlich auch für große skalierbare Themen. Kannst du noch ein bisschen teilen zur Zeit damals, in welcher Skalierung GitHub überhaupt unterwegs ist und was so dein Projekt war, wo diese Skalierung dich mal wirklich überrascht hat.
Es war immer dann überraschend und spannend zu sehen, wenn man auf der Welt unterwegs ist. Und wir leben in der Technologie, gerade was KI und und Coding angeht, oft in der Blase von unserem, unserem eigenen Umkreis. Die Leute, die um einen rum arbeiten oder befreundet sind, die den gleichen Podcast hören, bis hin zu denen, mit denen man auf sozialen Medien kommuniziert.
Und man macht sich selten bewusst, was für ein kleiner Anteil der Welt das eigentlich ist. Die Leute, die das Produkt oder die Firma kritisieren oder was, was sonst so auf der Welt passiert Und die sind oft sehr laut. Gerade wenn man davon viele in seinem eigenen verloren hat, dann alle. Alle sind gegen eins oder für was? Und dann geht man nach Südafrika oder Brasilien oder Indien und versteht, dass da die Welt ganz anders wahrgenommen wird.
Wo Menschen Softwareentwicklung, Open Source und und jetzt auch KI als Möglichkeit wahrnehmen, ihr Leben massiv zu verbessern und man.
Wo. Als ich programmieren gelernt habe in den 90er. Meine Eltern haben beide den Ingenieurs-Hintergrund, aber hatten keine Computer Ausbildung und konnten nicht programmieren. Ich habe mir das beigebracht, indem ich die 64'er Zeitschrift gekauft habe, jeden Monat. Und dann hatte ich Bücher. Zu Hause und Bibliothek gab es nichts zum Coding. Und Bücher waren die. Die Fachbücher haben 50 bis 60 Mark damals gekostet.
Da konnte man sich so viele auch nicht leisten. Und. Aber ich hatte das ja, ich hatte einen C64 vom vom, vom ALG auf und und einen kleinen Fernseher und und die Bücher und ich konnte mir das beibringen. Man muss sich klar machen, wie viele Kinder auf der Welt haben diese Möglichkeiten oder hatten diese Möglichkeiten nie, hatten auch von den Eltern nicht die Unterstützung, mussten vielleicht nach der Schule noch zur Ernte gehen oder oder oder oder anderweitig im Haushalt helfen.
Und heute ist es eigentlich in jedem in Anführungsstrichen Entwicklungsland, in jedem Land so, dass Mobiltelefone mit Internet, mit Internetverbindung de facto Standard sind. Nicht überall mit gleicher Geschwindigkeit, aber oft erschreckend guter Geschwindigkeit im Vergleich zu Deutschland. Und ich habe keine Glasfaser. Und 2028 habe ich gehört und und jetzt brauche ich bloß noch einen Coding Agent oder ein ChatGPT oder Claude.
Und viele dieser Services sind in einer bestimmten Nutzung kostenlos zur Verfügung. Und das heißt, ich kann heute den Agenten in Brasilien fragen. Fragen, die mir meine Eltern vielleicht nie beantwortet hatten. Oder ich kann heute als Frau in einem Land, wo die Rolle der Frau nicht so ist, nicht so gleichberechtigt ist wie in Deutschland. Mich mit dem Thema beschäftigen, ohne dass mein Mann oder mein Vater oder wer auch immer der der Herr im Haus ist, davon überhaupt weiß, dass ich das tue, weil ich die Privatsphäre auf meinem Telefon habe und und das heißt, wenn man als GitHub CEO in diese Länder geht und und zu Events einlädt in der Größe oder auch zehnmal größer.
Man blickt in viele Augen, wo Menschen an ihre eigene Zukunft glauben und und und daran glauben, dass sie selber mal ihr Leben besser, reicher, wenn man so will, also vermögender gestalten können als noch die Eltern oder Großeltern der Nation. Und auch in Deutschland ist es ja so, wenn ich an meine Großeltern denke, was was die für ein Leben geführt haben in den 20er, dreißiger und 40er Jahren, dann haben wir halt auch vergessen, wie das Leben damals war.
Ohne Kühlschrank, ohne Fernseher, ohne Internet, ohne Auto. Die die weiteste Reise war von von der Schwäbischen Alb bis nach Stuttgart. Da ist man schon weit gekommen. Und. Und heute kommen wir mit dem Flugzeug durch die halbe Welt für 250 € fliegen also auch. Ich glaube, das ist so der Man muss, gerade wenn man die Welt bereist, sich klar machen, wie weit wir vorangekommen sind als Gesellschaft, als Zivilisation und auf der anderen Seite, wie viel die Technologie, die wir entwickelt haben, anderen Menschen auf der Welt jetzt Möglichkeiten gibt Kindern, Frauen, Leuten ohne technischen Hintergrund ein Stück weit ihr Leben auch zu verbessern.
Sehr cool. Eine ganz andere Perspektive auf Skalierung also. Sonst reden wir über Server und Zugriffe und wie.
Server reden.
Wie du willst. Also ich fand diese Skalierung, gerade die GitHub als Kollaboration und Zugang zu Wissen und auch die Möglichkeit, dort einen Zugang zur Welt zu bekommen. Sehr, sehr spannende Richtung, jetzt wo wir hier unter uns sind. Du hattest ja als CEO so eine Cashcow, so ein goldenes Produkt, Du warst ja da wirklich an dem Zeitpunkt. Copilot war gesetzt, das war die Nummer eins.
Ihr wart die Ersten dort, war in jedem. Das wünscht sich ja jeder CEO. Und dann bist du gegangen. Wie war denn diese Entscheidung? Was? Wie schwer war das denn für dich, jetzt zu sagen? Hey, okay. Du hattest bestimmt locker noch eine ganze Weile segeln können, aber jetzt will ich wieder was Neues machen. Was? Wie lange hast du darüber nachgedacht?
Wie war die Entscheidung für dich?
Ist im Sport, ist in der Wirtschaft so wie im Sport auch nur einmal in einem Jahr der Weltmeister oder Bundesliga Sieger wird, hat man nicht automatisch den Erfolg garantiert für die nächsten Jahre. Wir haben oft da in GitHub zu meinem Leadership Team, zu meinem erweiterten Führungskräften darüber gesprochen, dass das. Es kommt immer noch neue Saison. In der Wirtschaft nennt man das das Fiscal Year oder oft ist es das Kalenderjahr und jedes Jahr gibt es ein neues iPhone.
Jedes Jahr gibt es einen neuen. Jetzt gibt es nicht mehr jedes Jahr ein neues Modell. Jetzt gibt es alle drei Tage ein neues Modell von irgendeinem Anbieter. Aber man man nichts, nichts wird einem geschenkt. Und oft ist es so, wenn man das führende Team ist, hat man eigentlich noch schwerer, weil man auf der einen Seite ständig gewinnt und und mit Kunden Erfolg hat und und angetrieben wird von den Erwartungen des Marktes, schneller zu wachsen als die Konkurrenz und und dann kommt aus irgendeiner Ecke ein anderes Team.
Was? Also es war ja gerade in Monza die Pole Position von Gasly vom Alpine Team. Was, was alle so ein Stück weit geschockt hat, hat dann zwar nicht gewonnen, aber immerhin war da mal so ein Moment, wo ein Team was jahrelang nichts geschafft hat und die Letzten waren, auf der Pole Position fährt und und das zerrt schon an den Kräften und und man muss sich dann als CEO immer die Frage stellen erwarte ich, warte ich auf den Moment, bis wir nicht mehr gewinnen können?
Oder höre ich auf, wenn es am schönsten ist, dass der erste Punkt und mir hat die Zeit bei Microsoft und GitHub enorm gefallen, sonst wäre ich nicht über zehn Jahre insgesamt geblieben. Sieben Jahre davon bei GitHub und und fast vier als CEO. Aber ich bin halt zu Microsoft selber als Gründer gekommen und ich war, das ist jetzt meine vierte Firma.
Ich habe die erste Firma Gewerbe in den 90er Jahren gegründet und habe mit meinem Bruder Versicherungssoftware für Windows 3.11 und und dann Windows 95 verkauft auf Disketten, die wir aus aus Berlin in ganz Deutschland rum verschickt haben. Ich wusste schon seit seit Teenager war, was es heißt, mein eigenes Geschäft zu haben und und mich selbst zu motivieren und diese Freiheit zu sagen, Das ist Ich gestalte meinen Tag so, wie ich das möchte.
Und natürlich bin ich ein Stück weit daran gebunden, was Kunden von mir wollen, was Podcaster gerne hätten, welche Events du auf der Welt passieren, Konferenzen, Launches usw Aber es hat sich für mich schon immer freier angefühlt und ich glaube als ein Kind, was aus der DDR kommt und. Und ich bin 1978 geboren und elf Jahre später ist die Mauer gefallen und dann Wiedervereinigung.
1990 war ich also zwölf Jahre alt. Ich glaube, Freiheit ist für mich eines der wichtigsten Güter und und und. Lebensweisen. Und ich hatte im letzten Jahr im Juni einfach das Gefühl, ich will wieder selber unterwegs sein und meine eigene Firma führen und meine eigenen Probleme lösen. Wir haben jeden Tag Probleme lösen müssen und nicht bei Microsoft. Noch noch zehn Jahre dranzuhängen und und dann?
Wir haben schon viel darüber geredet. Ich sah viele Möglichkeiten, ein Geschäft aufzubauen. Was mit KI funktioniert, sagt man so schön. Wo unsere Prozesse von Haus aus mit KI gestaltet sind und aber auch Produkte zu verkaufen oder zu entwickeln und dann zu verkaufen an Entwickler, die mit KI arbeiten.
Ja, und gestalten kann man natürlich besser, wenn man in kleinen Strukturen ist, dynamisch unterwegs ist. Fehlt dir denn manchmal so der Microsoft Rückhalt? Also wenn du bestimmt, wenn du irgendwo reinkommst und sagst Hey, ich komme von Microsoft, bin GitHub CEO, dann gehen die Straßen auf und wenn du jetzt der Thomas bist, merkst du das oder kommt die Reputation mit dir als Person?
Ich habe gestern, ich habe gestern mit einem anderen Gründer gesprochen und wir haben so die. Ein Investor war es, glaube ich, die Zeit in der Firma, verglichen mit der mit einer Beziehung, die man im Privatleben hat. Ein Freund oder eine Freundin oder eine.
Ehe bis hin zur Ehe. Und genau, es war ein Investor, weil er hier. Ehen kann man scheiden, aber Investoren kann man oft nicht rauskriegen aus der Firma, die hat man drin. Und dann vielleicht sind die einem Leben lang in der Firma oder man verkauft die Firma, aber dann hat man quasi die Firma aufgelöst, nicht die Beziehung aufgelöst. Und man muss jedes.
Jeder Mitarbeiter in der Firma, jeder Gründer geht eine Beziehung ein mit den Mitarbeitern, die da schon sind oder die man selber anstellt. Und ich glaube, meisten Leute im Raum sind mehr durch mehr als eine Beziehung im Leben durchgegangen, ob es Freunde oder oder Partner sind. Und man weiß, dass es nicht immer gut läuft und deswegen daten wir oder probieren verschiedene Dinge aus in der Jugend, um zu verstehen, was wollen wir, was nicht.
Und man muss sich einfach im Leben klar machen, dass es in der Firma ganz genauso ist. Und es gibt natürlich Leute, die sind 30, 40 Jahre in der gleichen Firma. Super, gab es ja auch in Ehen und in anderen Beziehungen, aber die meisten sind nicht so und die meisten, ich glaube, die Investoren hatte gesagt, in Großbritannien wird jede Ehe im Durchschnitt nach zehn Jahren geschieden.
Das ist natürlich für eine Firma sehr kurze, kurze Laufzeit. Und ich glaube, wenn man, wenn man so über seine Karriere nachdenkt und auch über wie man eine Firma gründet, geht man immer ein Stück weit ein Kompromiss ein in einer großen Firma und und und. Gleichzeitig so man vermisst dann auch mal die Exfreundin oder den Freund, den man schon ewig lange nicht gesehen hat.
Oder vielleicht erinnert man sich an seine Schulzeit oder Unizeit. Ich bin im letzten Jahr wieder mehr engagiert mit der TU Berlin, wo ich mein Diplom gemacht habe und Junior gemacht habe und denke mir manchmal auch Eigentlich hättest du noch ein Jahr mehr studieren können und ein bisschen mehr das Leben an der Uni genießen können. Aber so habe ich damals nicht gedacht.
Da wollte ich nur raus aus der Uni und Geld verdienen und in die Wirtschaft rein. Und klar vermisse ich auch hin und wieder Microsoft und die Gespräche. Bei Microsoft arbeiten viele sehr schlaue Leute mit vielen guten Ideen in den USA, auch hier in Deutschland, in München und in vielen anderen Städten. Viele gute Verkäufer, von denen man viel lernen kann. Und ich glaube, jeder, der sagt, er vermisst seine alte Firma nicht und und hat noch schlechte Ideen, verdrängt ein Stück weit die guten Sachen, die es da gab und und und.
Will das vielleicht nicht wahrhaben und bewältigt so die die Trauer von der Trennung. Aber ja, ich meine, ich bin. Ich bin stolz auf meine Zeit bei Microsoft. Ich bin ein Fan von Microsoft, obwohl ich fast nur Apple Produkte habe, aber auf den auf mir auch Microsoft Apps und wie sagt man so schön, I'm rooting for Microsoft's future. Ja und meine Kinder spielen unglaublich viel Minecraft.
Sehr gut. Was? Was sie wirklich dir wahrscheinlich super gelungen ist, ist Microsoft ist ein großer Konzern und GitHub ist eigentlich sehr noch so geblieben. Von der Kultur her, von der Software, die im Internet läuft. Developer Zentrisch hat die Nerds angesprochen und hat jetzt nicht so diese Business Prozesse drin, die andere Software manchmal aus Microsoft hausen. Also was war das harte Arbeit, diese Kultur in GitHub zu verteidigen, dass wir jetzt so bleiben.
Was sind so deine Leadership Tipps, die du da oder was ist dein Leadership, was du da angewendet hast, dass es wirklich so diese diese Balance zu finden, in ein Konzern zu passen, aber trotzdem noch diese schnelle Bewegung zu haben, Produkte liefern zu können und auch mal nein zu sagen zu Sachen, die eigentlich nicht vielleicht in die in den Gedanken passen.
Der, der der größeren Organisation.
Kultur ist immer harte Arbeit und das hört nie auf das so wie zu Hause auch. Das Haus wird immer, immer mehr unaufgeräumt wenn man nicht dann nicht hinterher räumt oder selber sein Zeug abwäscht oder aus dem Geschirrspüler räumt. Entropie ist ist Teil unserer Natur und und Entropie in der Firma oder Drift findet finde ich denn nicht statt, weil zum einen hat man Menschen, die kommen und gehen, man hat Menschen, die sich selber weiterentwickeln oder bei denen im Privatleben Dinge sehr gut oder oder nicht so gut laufen.
Hat natürlich heute auch unglaublich viele Einflüsse zu dem Thema Kultur, die auf die Mitarbeiter und auf die Leadership, auf Führungskräfte einprasselt ob es Newsletter sind und und YouTube Videos oder Ted Talks und usw Und insofern egal ob es jetzt in meiner Firma mit 40 Leuten ist oder in GitHub mit 3000 Leuten oder in Microsoft mit fast 200.000 Leuten, vielleicht sind es mittlerweile ein paar weniger.
Kultur ist was, was ein CEO und die und das Leadership Team permanent überdenken müssen. Iterieren müssen verstärken müssen in Gesprächen und vor allen Dingen vorleben, weil Mitarbeiter. Er glaubt nicht daran. Und gerade in einer großen Firma ist es natürlich so an die Kultur und und lebt die Kultur. Wenn er seine Chefs nicht nicht auch die Kultur leben sieht, also Wiederholung, es ist voll Kultur und das haben wir permanent betrieben, sowohl auf.
Wir haben unseren Town Hall Meeting mit Together genannt, also die geht Together together. Da haben wir oft über Kultur geredet, die Mitarbeiter dann als remote friendly oder Remote First Firma Möglichkeiten gegeben, sich in Person zu treffen. Zu sagen, wie unsere Kultur, vor allen Dingen, wenn es um Open Source geht, im Einklang ist mit unserer Produktentwicklung und Geschäftsentwicklung. Die Schwierigkeit besteht ja nicht nur in Microsoft selbst, sondern auch in GitHub und in vielen anderen Teilen der Firma.
Dass man auf der einen Seite will, dass die Benutzer sich gut fühlen, happy sind, gerade im Developer Bereich und im Open Source Bereich. Und auf der anderen Seite will man aber harte Dollar verdienen und und dem Kunden nicht nur ein Produkt verkaufen, sondern möglichst viele Produkte und den Umsatz permanent steigern. Die Account Executives, also die Verkäufer, sind davon angetrieben und das ist nicht immer auf der auf der gleichen Seite der Waage, sondern muss das ein Stück weit ausbalancieren.
Wie viel Umsatzwachstum und Gewinnwachstum will ich haben und wie viel investiere ich in die Produktentwicklung? Auch rein aus Benutzerfreundlichkeit oder NPS oder welchen Score man auch immer trackt. Und ich glaube, in der Softwareentwicklung im Speziellen es ist eine der Schwierigkeiten über haben ist, dass wir bauen halt ständig neue Features und baut quasi permanent an die Fabrik noch mehr Sachen an und die Korrelation von dem Feature zum Erfolg der Software und der Firma ist nicht nicht immer klar oder oft gar nicht klar, sondern es ist so eine Art Prophezeiung.
Ich baue die drei Feature und damit werden meine Verkäufer nächste Woche drei große Deals landen. Und das heißt, der Entwickler kann glauben, dass die Deals gelandet worden sind. Wenn die Verkäufer erfolgreich sind. Und der Verkäufer sieht es genau andersrum. Der landet drei große Deals, weil er so ein guter Verkäufer ist. Und welche Features gebraucht worden sind, haben überhaupt keine Rolle gespielt.
On the truck und das ist so die der und und und. Klassische ist so der der Verkäufer blamen Marketing, Marketing Produktmanagement Produktmanager, die Verkäufer, die die Entwickler, die Entwickler, blame Finance, dass sie nicht genug Headcount oder Planstellen haben und und die die Finance blame den Verkäufer, dass er nicht Umsatz macht. Und dann hast du die die circle of blame in der Firma und keiner hat accountability oder fühlt sich verantwortlich für den Erfolg oder oder Misserfolg.
Den Erfolg feiern immer alle.
Ja, genau der. Aber jetzt bin ich auch. Jetzt weiß ich auch, warum du so happy bist wie du. In kleinen Strukturen.
Ist auch nicht nur weniger Leute, die in dem Kreis drin stehen. Ja, was?
Was macht es denn mit dir persönlich, wenn du jetzt merkst, dass GitHub in den Social Medias öfters mal geröstet wird?
Das macht mich ein Stück weit traurig. Stückweit, glaube ich, haben wir oft ein Gefühl, dass es unfair ist, egal ob es GitHub ist oder viele andere Dinge im Leben, weil man eben die die Kritiker viel lauter hört als die. Wenn man zufrieden ist, dann sagt man halt nichts.
Das ja auch vielen anderen Dingen im Leben. So ein Kritiker kann einen den ganzen Tag versauen. Heute Abend hier rausgehe und einer sagt mir auf dem Weg Das war aber ein mieser Podcast. Dann sagen können wir die anderen 19 sagen, wie toll alles war. Aber der eine, der bleibt mir im Kopf stecken.
Also ihr wisst Bescheid.
Und und und. Uns geht immer so umgekehrt, so dass man ein Stück weit, gerade wenn man CEO von einer größeren Firma als von der Bühne kommt und kriegt immer nur gesagt, das was gut ist, was great. Und ich denke mir immer so ja sagst aber jedes Mal und ich selber fühle mich ganz anders im Kopf und und so geht es mir natürlich, ob es jetzt bei GitHub ist, wo es noch ganz frisch ist, dass ich da gearbeitet habe und geleitet habe oder bei bei anderen Produkten bis hin zu mein erster Job nach der Uni war Mercedes oder damals DaimlerChrysler.
Geht es, die Autos sind prima, aber der Firma geht es nicht ganz so gut im Moment oder der Autowirtschaft im Generellen. In Deutschland geht es gut. Da denke ich mir als als Deutscher. Auch fühle ich mich nicht unbedingt gut drüber, weil wir haben natürlich schon einen gewissen Stolz auch auf unsere Autos und auf unsere Fähigkeiten als Ingenieure in diesem Land.
Auf der anderen Seite ist es ist es egal, ob es GitHub ist oder Entire. Ich, ich. Ich habe lieber drei Leute, die mir ehrlich sagen, was ihnen alles nicht gefällt, und zwar konkret wie möglich, als dass alle nur sagen Ist alles toll und dann guckst du auf dein Umsatzwachstum oder Benutzerwachstum und und das ist nicht reflektiert, was auch oft vorkommt, man sieht es nur nicht so das Große gibt.
Und was man sieht ist, dass die die Kurve danach, die Adaptionskurve viel flacher ist, als man sich das so erträumt hatte. Vorm Launch.
Ja was wieder zur Fehlerkultur, auch für die wir am Anfang hatten. Bevor wir jetzt ein Wrap-up machen, noch ein Schwenk zu deiner Rolle bei der Telekom und du bist im Aufsichtsrat, wie kann ich mir das so vorstellen? Was ist denn da dein dann vielleicht nicht tägliche Daily Business? Aber was machst du da.
Mein Business Daddy Business?
Nein, das vielleicht auch. Das ist uns sagen.
Ich wurde ja im Herbst durch eine Recruitingfirma angefragt, ob ich daran Interesse hatte und habe mich dann mit dem Nominierungskomitee unterhalten, unter Führung von Herrn Appel, der der Aufsichtsratsvorsitzende ist und bekannt ist dadurch, dass er die Deutsche Post und DHL jahrelang geleitet hat. Und mich hat damals und auch heute noch zwei Dinge motiviert. Zum einen ist die Deutsche Telekom durch ihre Tochter in den USA T-Mobile US, so wie ich ein amerikanisches Unternehmen und in beiden Ländern viel unterwegs sind.
T-Mobile US sitzt tatsächlich gar nicht unweit von unserem Haus in den USA in Seattle, und die Deutsche Telekom ist als Marke international stark bekannt. Ich glaube, die zehnte, elfte oder zwölfte bekannteste Marke weltweit und hat sich aus meiner Sicht und ich glaube aus der Sicht vieler Deutschen sehr stark entwickelt in der Kundenzufriedenheit in den letzten Jahren und man also das ist die eine, es hat zu meinem Leben gepasst Deutsch, Englisch oder deutsch amerikanisch Technologieunternehmen, eines der größten Technologieunternehmen.
In Deutschland gibt es ja leider nicht allzu viele davon. SAP so das, was andere, was einem oft in Sinn kommt. Und es gibt natürlich kleinere und und viele Mittelständler, die auch toll sind. Und das andere war, dass man gesagt hat, man will den, den den Aufsichtsrat verstärken durch Tech Nerds, durch Leute mit Technologieerfahrung statt durch mit Aufsichtsratserfahrung und und finanzieller, finanziell, Hintergrund oder regulatorischen Hintergrund.
Viele der Aufsichtsräte sind historisch eher eher dadurch geprägt und das fand ich einen guten Ansatz, wo ich, wo ich in meinem Alltag jetzt mich einbringen kann mit meinem Wissen von KI, mit meinem Wissen von Softwareentwicklung, mein Wissen, wie Microsoft und GitHub operieren. Und das andere neue Mitglied war Philipp, CTO von SAP. Und wir sind so die zwei Newcomer sind auch 20 Jahre jünger als der Rest vom Aufsichtsrat, so die nächste Generation.
Aber ich glaube, das zeigt auch, dass Deutschland am Wandel ist, dass man so aus den alten Denkansätzen wie deutsche Aktiengesellschaften funktionieren, ein Stück weit rauskommt und mehr dahin will, wo die großen amerikanischen Technologieunternehmen schon lange sind und wo die, ähm, ja sehr, sehr erfolgreich waren und und und und wir eher Angst haben müssen, dass wir noch mehr abgehängt werden in der deutschen Industrie, von Microsoft, von Nvidia, von, von SpaceX.
Ja, oft beschäftigen sich der Beschäftigung man sich in dem Umfeld auch mit Souveränität. Und was ist denn für dich KI Souveränität?
Souveränität heißt aus meiner Sicht, dass man sich für den Fall absichert, dass etwas passiert, was einem Technologie ein Stück weit wegnimmt. Also der einfachste. Das einfachste Beispiel ist, dass die Atlantikleitung durchgeschnitten wird oder aus anderen. Also das ist das Negativbeispiel oder aus irgendwelchen Gründen das Internet nach USA schlechter. Was machen wir jetzt in Europa, wo wir stark darauf angewiesen sind, Technologie aus Amerika oder Produkte aus China zu beziehen?
Und Souveränität heißt, dass wir für den Fall vorgebaut haben. Das heißt nicht, dass wir alles selber entwickeln müssen. Ich glaube, das ist auch gar nicht realistisch. In der KI oder der Software. Ja, wir können kein Betriebssystem mal eben entwickeln. Wir können vielleicht Linux nehmen und ein deutsches Linux bauen. Wobei, SuSE Linux gab es schon in den 90er Jahren eine der damals großen Linux Anbieter in Europa.
Wir können wahrscheinlich auch nicht über über Nacht ein Frontier-Modell wie GPT-6 Astra oder oder Claude Fable 5.1 entwickeln. Aber wir können uns natürlich schon überlegen setzen wir zum Beispiel auf Open Source und Open-Weight-Modelle und finden wir da Partnerschaften mit Amerika und mit anderen Firmen, europäischen Firmen wie Black Forest Labs hier in Deutschland oder Mistral in Frankreich?
Oder gehen wir auch Partnerschaften mit mit China ein und sagen okay, eure Open Source Modelle auf unseren Servern gibt uns Souveränität und wir überlegen uns, Wie laufen unsere eigenen Prozesse, um abzusichern, dass das Modell auf einem deutschen Server, dann der deutschen Wirtschaft und der deutschen Gesellschaft voranbringt. Aber ich glaube, er war Souveränität, Souveränität als etwas wahrnimmt, das wir müssen alles selber machen, dann wird es nur zum Fehlschlag führen.
Wir können nicht alles selber machen. Die Welt ist viel zu sehr vernetzt und es wäre Irrsinn zu glauben, man könnte mal eben einen Chip entwickeln, der mit Nvidia konkurrieren kann, der in einer Fab gebaut wird, die mit TSMC konkurrieren kann. Und so weiter und so fort. Das ist nur das GPU Beispiel. Man kann im Stack hoch runter gehen und uns fehlt dort überall die Möglichkeit, das ganz komplett autonom zu machen.
Aber wir haben als Deutschland und Europa natürlich die Fähigkeit, mit allen Partnern in der Welt zu zu kollaborieren und und Wege zu finden, wie daraus für die Welt Win-win-Situationen entstehen und ein Stück weit aber auch zu sagen, wir müssen in Deutschland investieren, wir müssen in Deutschland so wie die Deutsche Telekom KI Fabriken aufbauen und Gigafabriken haben.
Und ein Stück weit muss da der Staat und die Regierung mitwirken durch Investitionen, durch Regulierungen. Ich habe gestern mit dem Startup Gründer geredet. Der hat eine GmbH und sucht Angel Investoren. Ich habe ihm stark davon abgeraten, jeden Angel Investor auf die zum Notar zu schicken. Und das ist, wenn man sich das, wenn man sich Gründen in Deutschland vorstellt.
Das schwerste ist, die Firma selber zu erstellen, weil der Prozess aus dem Mittelalter stammt. Wahrscheinlich nicht wirklich, aber gefühlt ist es jedenfalls so, wenn man in den USA eine Firma einfach klicken kann, im wahrsten Sinne des Wortes bei Stripe Atlas. Innerhalb von wenigen Minuten hat man eine Delaware Corp aufgesetzt, mit mit Satzung und man kann sich seinen Steuerberater klicken und all diese Dinge.
Und man muss nicht alles haben in Deutschland. Aber was wir heute haben mit der GmbH oder der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), behindert, behindert die Innovationen in Deutschland. Und was dann? Letzten Endes dazu da, dass das Gründer immer erst eine Delaware Corp oder etwas Vergleichbares, eine LLC oder wie auch immer gründen und dann Deutschland nur noch die Tochtergesellschaft wird. Und das kann nicht im Interesse des deutschen Staates und der Europäischen Union sein.
Und die EU redet schon seit Jahren über die EU. Aber man muss sich heute vorstellen, wenn ich in Europa in drei Ländern drei Leute einstellen will, brauche ich in jedem Land eine Tochtergesellschaft, muss in jedem Land mich über Steuern, Gesetze, über Krankenversicherung, über Versicherungen, über Unternehmensversicherung, über all die Dinge, Arbeitsrecht, Urlaubsregelungen, all die Dinge Gedanken machen. Der Europäische Wirtschaftsraum ist kein europäischer Wirtschaftsraum.
Wenn ich ein einzelner Gründer sind. Und jetzt gibt es gerade hier die neue Paketsendeverordnung oder wie sie heißt. Das ist alles ist reguliert und wir brauchen viel mehr Deregulierung. Mal der Meinung sind, dass man im Welt in der Weltwirtschaft konkurrieren wollen.
Wenn man dann die Welt sehen mit ganz vielen Agents, die irgendwo laufen. Wir haben keine zugesicherte GPU. Strom ist auch so eine Sache. Arbeiten wir dann in Europa und Deutschland an den richtigen Dingen im Moment, oder müssten wir mehr an anderen Dingen?
Die positive Sichtweise Jetzt habe ich viel Negatives gesagt. Es gibt natürlich viele, viele große und kleine Firmen, die jeden Tag daran arbeiten, Deutschland voranzubringen. Telekom mit der KI Fabrik mit mit Image Modellen, Stable Diffusion. Vor fünf Jahren waren eine Partnerschaft zwischen mehreren Universitäten, davon ein Großteil der Forscher in Deutschland. Es ist nicht so, dass wir nicht können, und es ist nicht so, dass wir nicht jeden Tag ein Stück weit daran arbeiten.
Aber ich Es werden uns viele Steine in den Weg gelegt, gerade in Deutschland, in Europa.
Das heißt weniger Bürokratie und mehr. Das mache Gehen, weniger.
Bürokratie, mehr Investments, ein Stück weit wahrscheinlich auch mehr Risiko. Da sind die Amerikaner halt.
Großartig drin. Risikos einzugehen und sind auch oft großartig darin, das Risiko kleinzureden. Und und vielleicht ist das dass das Schlusswort, obwohl ich glaube, ich kriege noch ein richtiges Wort. Aber man muss auch mehr Optimismus haben. Ja, wir sind ja hier bei der Deutschen Bahn. Ich finde die Deutsche Bahn großartig. Ich fahre gerne mit dem Zug. Wir haben ein super Netz, wenn man.
Man muss eben immer sich nicht mit dem Besten vergleichen, sondern auch kann man. Das ist auch gut, wenn man sich mit dem Besten vergleicht. Aber der öffentliche Nahverkehr und Fernverkehr in Deutschland ist viel, viel besser, zum Beispiel als was wir kennen. Und ja, die Züge sind nicht nicht so pünktlich, wie wir das gerne hätten, aber man kann da glaube ich, mehr positives Mindset haben.
Das ist ein Stück weit das auch von den Amerikanern abgucken, während man sich andere deutsche Werte behält.
Genau. Und dann vielleicht mehr Leute auch hier und gründen dann hier, wenn man hier auf das positive Mindset oder kommt zurück oder kommt zurück. Ja, sehr gut. Ja, wir haben jetzt hier echt lange gesprochen. Danke für deine Zeit, bevor wir abschließen. Ich habe ja am Anfang eine Frage mitgenommen aus dem letzten Podcast und ich würde gerne von dir eine Frage jetzt mitnehmen für den nächsten Gast, ohne dass du weißt, wer es sein wird.
Welche Frage kann ich mitnehmen von dir?
Meine Frage für den nächsten Gast ist die Welche Agenten hast du heute schon benutzt?
Alles klar. Welche Agenten hast du heute schon benutzt? Nehme ich gerne mit. Ich bin schon gespannt auf die Antwort. Ich hoffe, du hörst auch rein und hast dir die Antwort an bestimmt.
Ich lasse den Agenten das hören und er sagt mir damals. Die Antwort war.
Ich kann dir auch das Skript geben, dann kannst du es dir dann reinschauen. Ja, Sehr schön. Und noch mal danke für deine Zeit für das Interview. Hat wirklich Spaß gemacht.
Vielen Dank.
Und alle anderen anderen. Schön, dass ihr zugehört habt. Schaut euch das Video an, liked und subscribe den Podcast. Ich habe wieder viel gelernt. Ich hoffe ihr auch. Und bis zur nächsten Episode! Ciao.